Wiesbaden (AFP) - Frauen verdienen in Deutschland weiterhin fast ein Viertel weniger als Männer. Der durchschnittliche Brutto-Stundenverdienst lag 2011 wie schon in den Vorjahren 23 Prozent unter dem von Männern, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. Die Ursachen sind demnach weiterhin die unterschiedliche Berufs- und Branchenwahl von Frauen und Männern sowie ungleich verteilte Arbeitsplatzanforderungen hinsichtlich Führung und Qualifikation.
Frauen gehen eher Tätigkeiten nach, die mit tendenziell geringeren Verdienstmöglichkeiten und Anforderungen verbunden sind, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Hinzu kämen ein niedrigeres Dienstalter und ein geringerer Beschäftigungsumfang. Damit könnten zwei Drittel des Verdienstunterschieds erklärt werden.
Das restliche Drittel ist auf das Geschlecht zurückzuführen: Frauen verdienen selbst dann rund acht Prozent weniger als Männer, wenn sie eine vergleichbare Tätigkeit ausüben und eine gleichwertige Qualifikation haben.