Polnische Behörden entdeckten Wildschwein-Kadaver zwölf Kilometer von Sachsen

Weitere Schweinepestfälle in Grenznähe zu Deutschland aufgetreten

Berlin (AFP) - Die afrikanische Schweinepest rückt Deutschland immer näher. Wie das Bundeslandwirtschaftsministerium am Mittwoch in Berlin mitteilte, wurden am Dienstag mehrere Wildschweinkadaver im westpolnischen Grenzgebiet entdeckt. Die geringste Entfernung betrug dabei zwölf Kilometer zur Grenze zu Sachsen. In Deutschland sind aber weiterhin bislang keine Fälle der Tierseuche bekannt geworden.
Schutzzaun an deutsch-polnischer Grenze in Brandenburg Bild anzeigen
Schutzzaun an deutsch-polnischer Grenze in Brandenburg © AFP

Für Menschen ist die Schweinepest ungefährlich, für Haus- und Wildschweine hingegen tödlich. Besonders bei Landwirten sorgt die außer Polen unter anderem im Baltikum, in Bulgarien und Rumänien, aber auch in Belgien nachgewiesene Tierseuche daher für erhebliche Beunruhigung.

Bereits am Montag hatte Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) mit ihrem polnischen Amtskollegen Krysztof Ardanowski zusätzliche Schutzmaßnahmen erörtert. Im Gespräch ist demnach die Einrichtung eines eingezäunten Korridors entlang der Grenze. In Deutschland sollen Landesbehörden zusätzliche Befugnisse zum Aufstellen von Zäunen erhalten. Zudem soll die Wildschweindichte durch Abschüsse in Deutschland wie in Polen weiter verringert werden.

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