Den Grund für die Verschlechterung vermutet das Institut unter anderem in den Wahlergebnissen in Griechenland und Frankreich. Es sei unsicherer geworden, ob die europäischen Regierungen entschlossen gegen die Staatsschuldenkrise im Euro-Raum vorgingen, erklärte das ZEW. Wichtig sei nun, "dass der Konsolidierungskurs vor dem Hintergrund der Rezession in den Problemländern mit Augenmaß beschritten wird", forderte ZEW-Präsident Wolfgang Franz. Wachstum und Konsolidierungskurs schlössen sich nicht aus.
Die aktuelle konjunkturelle Lage in Deutschland bewerteten die Experten im Mai dennoch noch etwas besser. Der entsprechende Indikator stieg um 3,4 Punkte auf 44,1 Punkte. Die Konjunkturerwartungen für die Eurozone fielen um 15,5 Punkte auf minus 2,4 Punkte. Der Indikator für die aktuelle Konjunkturlage im Euro-Raum sank um 11,2 Punkte auf minus 60,2 Punkte. Für den Index befragt das ZEW jeden Monat Analysten.
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