Frühindikator für künftige Bauaktivität

Zahl der Baugenehmigungen bis Oktober auf Vorjahresniveau

Wiesbaden (AFP) - Trotz Wohnungsnot in vielen Ballungsgebieten ist die Zahl der Baugenehmigungen in diesem Jahr bislang nicht nennenswert gestiegen. Sie blieb mit knapp 290.000 bis Oktober annähernd auf Vorjahresniveau, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Montag mitteilte. Dazu kommt der Baustau: Die Zahl der Bauvorhaben, die noch nicht begonnen oder noch nicht abgeschlossen wurden, steigt laut Statistik seit Jahren.
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Neubau in Parow © AFP

In den zehn Monaten bis Ende Oktober wurde der Bau von 289.672 Wohnungen genehmigt, wie die Statistiker mitteilten - darunter rund 76.600 Einfamilienhäuser, knapp 18.000 Zweifamilienhäuser und rund 147.300 Mehrfamilienhäuser. Die Zahl der Baugenehmigungen befinde sich im längeren Zeitvergleich auf einem hohen Niveau, betonten die Statistiker.

Seit der Jahrtausendwende gab es aber nur im Jahr 2016 im Zeitraum Januar bis Oktober über 300.000 genehmigte Wohnungen. Die Zahl der Genehmigungen ist ein wichtiger Frühindikator zur Einschätzung der künftigen Bauaktivität.

Das Statistische Bundesamt hatte vor Kurzem Zahlen zum Baustau veröffentlicht. Demnach gab es 2018 mehr als doppelt so viele genehmigte, aber noch nicht fertiggestellte Wohnungen wie 2008. Die Zahl stieg von rund 320.000 auf fast 700.000. Ein Grund ist fehlendes Personal im Bauhauptgewerbe.

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