5000 Arbeitsplätze bei Neo Sécurité in Gefahr
Zweitgrößter Sicherheitsfirma Frankreichs droht Pleite
Paris (AFP) - Das zweitgrößte Sicherheitsunternehmen in Frankreich steht vor der Pleite: Neo Sécurité meldete am Dienstagabend die Zahlungsunfähigkeit an, wie ein Sprecher der Gruppe mitteilte. Rund 5000 Arbeitsplätze sind nun in Gefahr. Sollte das Unternehmen nicht doch noch gerettet werden können, dann würde dies den größten Jobverlust in Frankreich in der Amtszeit von Präsident Nicolas Sarkozy bedeuten, sagte der Sprecher. Nötig sei ein Überbrückungskredit von 15 Millionen Euro. Auch sollte die Tilgung der Schulden von 40 Millionen Euro vorübergehend ausgesetzt werden.
Pariser Flughafen Charles de Gaulle
© AFP
Sarkozy erklärte sich am Mittwoch im Sender France Info bereit, Vertreter des Unternehmens umgehend zu empfangen. Er wolle aber keine Versprechungen machen, solange er den Fall nicht genau kenne, fügte er hinzu. Das Industrieministerium in Paris hatte zuvor darauf verwiesen, dass es die Lage von Neo Sécurité aufmerksam verfolge und bereit sei, etwaige Investoren zu unterstützen.
Die 2009 gegründete Gesellschaft war aus dem defizitären, französischen Zweig der britischen G4S-Gruppe hervorgegangen. Bei der geplanten Umstrukturierung hatten sich neue Probleme aufgetan, so war ein wichtiger Investor kürzlich abgesprungen. Neo Sécurité bietet Dienstleistungen im Sicherheitsbereich an, darunter für Flughäfen.
Artikel vom 25.04.2012
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