Schmalkalden/Meiningen (fh) – Die Konjunkturdaten der Handwerkskammer Südthüringen lassen optimistisch in die Zukunft blicken. Insgesamt meldeten 41 Prozent der befragten Handwerksunternehmen eine gute Geschäftslage, 49 Prozent eine zufrieden stellende und nur 10 Prozent eine schlechte. Insgesamt 425 Handwerksunternehmen beteiligten sich jüngst an der Konjunkturumfrage.
Damit stieg der Geschäftsklimaindex gegenüber dem Vorjahr um 6 auf 64 Punkte. Für die Sommermonate sind die Geschäftsaussichten im Südthüringer Handwerk weiter optimistisch. „Das Südthüringer Handwerk blickt optimistisch in die Zukunft. Die Anzeichen dafür sind gut. Hierauf deuten alle Ergebnisse aus der Geschäftslage, den Umsätzen und der Investitionstätigkeit hin. Die positive Einschätzung der Auftragsbestände und Betriebsauslastung unterstreicht die Beständigkeit des Handwerks in der Region.“, so Friedhelm Enke, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Südthüringen. Gut im Geschäft sind vor allen Dingen die Handwerke für den gewerblichen Bedarf und das Ausbauhandwerk. Hier sind die Auftragsbücher voll und die Nachfrage weiterhin ungebrochen hoch. Aber nicht alle Handwerke blicken optimistisch in die kommenden Monate. Im Kraftfahrzeughandwerk ist die Geschäftssituation durch den nachlassenden Auftragsbestand und schlechterer Werkstattauslastung im Vergleich zum Vorjahr weniger optimistisch. Ein ähnliches Bild zeichnen die Bäcker, Fleischer und Konditoren. Die hohen Kosten für täglich benötigte Güter wie Lebensmittel und Kraftstoff werden von den Verbrauchern besonders deutlich wahrgenommen und wirken sich direkt auf die Nachfrage aus. Dazu kommt ein hoher Konkurrenzdruck in diesen Branchen.
Beschäftigungszahlen und Investitionsbereitschaft steigen
Die Entwicklung der Beschäftigtenzahlen im Südthüringer Handwerk verlief für die Jahreszeit äußerst zufrieden stellend. Insgesamt haben neun Prozent der Unternehmen zusätzliche Mitarbeiter eingestellt, 79 Prozent konnten ihren Mitarbeiterstand konstant halten. Auch die Investitionsbereitschaft der Firmen ist im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gestiegen. 15 Prozent der Handwerksunternehmen haben mehr Geld für Investitionen ausgegeben oder haben es zumindest vor. 55 Prozent meldeten ein gleichbleibendes Investitionsvolumen.