Acht Wettkämpfer, acht Pokale

Südthüringer Schützen erfolgreich bei den 22. Internationalen Schießsporttagen in Wittenberge

Wittenberge (Südthür. SVgg e. V. / Dr. Fritz Schmidt) Vom 12. bis 20. Mai fanden traditionell in der Himmelfahrtswoche die mittlerweile 22. Internationalen Schießsporttage im brandenburgischen Wittenberge statt. Mit 39 Vereinen aus dem In- und Ausland kämpfte eine beachtliche Teilnehmerschar mit engem Leistungsspektrum um Sieg und Platz in allen gängigen Gewehr- und Pistolendisziplinen.

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22. Internationalen Schießsporttagen in Wittenberge © Südthür. SVgg. e.V.

Verstärkt mit einer Schützenfreundin aus Meiningen und einem Schützenbruder aus Ilmenau machten wir uns am 12. Mai ziemlich pünktlich um 7.30 Uhr auf den Weg. Die Strecke ist für uns schon soweit zur Routine geworden, daß wir schon Liniendienst fahren könnten.

Leider ist unsere Pistolenmannschaft durch den kurzfristigen Ausfall eines Starters geplatzt und es war auch so kurzfristig kein Ersatz aufzutreiben. Zum ersten Mal nahmen unsere Auflageschützen an dem Wettbewerb teil. Leider konnte ein vorgesehener Mannschaftskamerad auch nicht teilnehmen, so daß sich Dr. Fritz Schmidt nach einem kurzen Probetraining gerne als Aushilfe zur Verfügung gestellt hat.
Gegen 12.20 Uhr pünktlich angekommen, begannen wir nach einer kurzen Verschnaufpause dann mit den Wettbewerben 60 Schuß liegend sowie mit der Freien Pistole.

Beim Liegendkampf konnten wir diesmal zum zweiten Mal punkten und erreichten mit Sebastian Traut, Daniela Radvan und Dr. Fritz Schmidt den 3. Platz. Wobei zu bemerken ist, daß an diesem Tag ein außergewöhnlich starker Wind herrschte und die Ergebnisse nicht die Spitzenleistungen unserer Starter darstellten. Eine Ergebnisanalyse ergab bei jedem ca. 12-15 Schuss mit einer Wertung von 9,9 bzw. 9,8 und da ist es ganz schön ärgerlich, wenn nur ein Hauch an der Zehn fehlt.

Daniela Radvan konnte trotz eines für sie nicht so optimalen Ergebnisses den 2. Platz belegen. Bei der Freien Pistole konnte sich Jörg Günzler mit 480 Ringen im Mittelfeld plazieren, was aber auch unter seinen Erwartungen blieb.
Die Mannschaft KK-Auflage schaffte gleich als Einstieg den 2. Platz.
Nach beendetem Wettkampf fuhren wir mit unserem Bus ins ungefähr 15 km entfernte Rühstedt, welches als eines der bekanntesten Storchendörfer in Mitteleuropa erwähnt wird. Fast auf jedem Gebäude befindet sich mindestens ein Storchennest.
Auf das traditionelle Eisessen musste auch nicht verzichtet werden, in einem Kaffee, passend „Storchenhof“ genannt, gab es Leckeres, um sein Gewicht für den nächsten Wettkampfeinsatz mindestens halten zu können oder aufzubessern. Zur Vervollkommnung dessen ließen wir den Abend in einem „Steakhouse“ und dann noch bei ein paar Bierchen und Wein am Schützenhaus ausklingen. An diesem Abend wurde auch von einem unserer Sportschützen eindrucksvoll demonstriert, wie man eine Steakplatte für zwei Personen auch alleine schafft. Ziemlich beachtlich!
Am Sonntag ging es dann nach dem Frühstück auf den Luftgewehrstand.
Kerstin Holzhausen konnte hier mit der Luftpistole und 363 Ringen den Sieg bei den Damen erringen, obwohl sie eigentlich bei der Damenaltersklasse hätte starten können. Diese Klasse war aber leider nicht ausgeschrieben.

Jörg Günzler, ebenfalls mit 363 Ringen, aber bei den Altersherren, belegte leider nur den 6. Platz.
Bei den Gewehrschützen konnte die Mannschaft mit Sebastian Traut, Daniela Radvan und René Schammler den 3. Platz erreichen.
Sebastian Traut konnte außerdem als Einzelstarter noch einen 3. Platz mit guten 377 Ringen erringen. Daniela Radvan startete diesmal bei den Altersherren, da die Damenaltersklasse auch hier nicht ausgeschrieben war. Hier konnte sie einen 3. Platz belegen. Bei der Damenklasse wäre es der zweite gewesen. Es ist manchmal eben ein Glücksspiel, für welche Altersklasse man sich entscheidet, wenn die eigene Altersklasse nicht ausgeschrieben wurde.
Bei den Auflageschützen konnte Birgitt Richter einen 3. Platz bei den Altersdamen belegen.
Leider konnten wir durch zahlreiche Ausfälle auch in diesem Jahr keine Mannschaft für die Sportpistole aufstellen.

Es wird gegenwärtig immer schwieriger, Schützen zu aktivieren bzw. aktive Schützen bei der Stange zu halten. Ein Grund dürfte die teilweise sinnlose und unflexible Reglementierung, auch durch eigene Funktionäre, sein und ein sinnloser Kleinkrieg zwischen den Verbänden und Vereinen. Eine sinnvolle Zusammenarbeit, Terminabsprachen und professionelle Organisation könnten die Sache wieder attraktiver machen. Wenn ein Verband oder Verein versucht, dem Anderen die Butter nicht vom Brot zu kratzen, ist niemandem geholfen. Nach dem Wettkampf wurde alles wieder verladen und es ging auf vielfachen Wunsch zu einem Abstecher nach Tangermünde. In der besuchten Kirche vom letzten Jahr war immer noch eine Kneipe ansässig, so daß die geistige Erbauung auch in diesem Jahr ausfallen musste. Stattdessen wurde der Geist in Gestalt von „Kuhschwanzbier“ eingefüllt. Auf speziellen Wunsch der mitgereisten Damen soll im nächsten Jahr der Badebottich zu Essenseinnahme geordert werden, welcher in dieser Kneipe vorhanden ist. Mal sehen was sich organisieren läßt und ob den Frauen nicht doch der Mut verloren geht.

Südthür. SVgg. e. V. - Schützenstraße 6, 98527 Suhl
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