Vier Matchbälle nicht verwandelt

VfB 91 Suhl knapp vorbei am Halbfinale im Playoff

Schwerin (wotan) - Am 28. März 2012 gegen 20.30 Uhr konnte man in der Schweriner Sporthalle Freud und Leid des VfB 91 Suhl im Minutentakt erleben. Vom 3:0-Auswärtssieg trennten die Suhler Volleyballdamen nur noch drei Matchbälle, am Ende standen sie mit leeren Händen da.

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Halbfinalist Schweriner SC

© Foto: wotan

Im ersten Satz erwischte der VfB 91 Suhl einen Traumstart und führte zur ersten technischen Auszeit mit 8:4. Die Norddeutschen zeigten sich beeindruckt, kamen aber zum Satzende besser ins Spiel, ohne den Suhler Satzball verhindern zu können. Ein Block von Martina Utla brachte das 1:0 für Suhl.
Im zweiten Satz konnte der VfB 91 Suhl mit konzentriertem Spiel sogar ein 25:22 erzielen.
Der entscheidende dritte Satz sah beim 16:16 ein Aufbäumen des Schweriner SC und ein Auf und Ab bis zum 23:23. Ein gefühlvoller Lop durch Nikolina Kovacic brachte den ersten Suhler Matchball, der jedoch abgewehrt wurde, wie auch die zwei Nächsten. Am Ende entschied der Schweriner SC mit 28:26 den dritten Satz und verkürzte zum 1:2-Satzstand. Dieser Satzverlust zog den Suhlerinnen "den Nerv" und der vierte Satz ging mit 25:13 klar an Schwerin. Auch der reguläre Tiebreak sah Schwerin mit 15:9 deutlich in Front.
Nun hatten beide Teams einen 3:2-Sieg auf dem Konto und der berühmt-berüchtigte "Golden Set" musste die Entscheidung bringen. Als beim 8:3 für den Schweriner SC letztmalig die Seiten gewechselt wurden, sah es nach einem klaren Ende für den Schweriner SC aus. Aber die VfB-Damen bäumten sich gegen die Niederlage auf und konnten zum 9:9 ausgleichen. Suhls Beste, Vendula Merkova, erzielte den vierten (!) Matchball zum 14:13. Eine Unkonzentriertheit von Ivana Isailovic brachte den 14:14-Ausgleich und nach einer umstrittenen Aus-Entscheidung lag der Schweriner SC 15:14 in Front. Den Matchball konnte der VfB 91 Suhl noch abwehren, aber beim 16:15 für die Norddeutschen versagten Maria Pucarevic die Nerven und Anna Kalinovskya konnte das total verunglückte Zuspiel nicht verwerten - 15:17 in Golden Set!
Es war bitter, so dicht am Halbfinale gewesen zu sein und dann mit leeren Händen dazustehen. Jetzt gibt es nur die Hoffnung, dass die Mannschaft zusammenbleibt und in der nächsten Saison wieder erfolgreicher ist.

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