ifo- Geschäftsklima gesunken

Südthüringer Wirtschaft läuft dem Osten davon

Suhl (IHK/sg) - Das ifo-Geschäftsklima für Ostdeutschland ist im Mai zum dritten Mal in Folge gesunken. Nach einem Bericht der Dresdner ifo-Niederlassung beurteilen die ostdeutschen Firmen vor allem ihre aktuelle Lage als schlecht. Das Konjunkturklima in Südthüringen hat sich dagegen verbessert. Die Industrie- und Handelskammer Südthüringen (IHK) sieht darin ein weiteres Signal der Annäherung Südthüringens an die alten Bundesländer.

Die Auswertung des ifo-Instituts zeigt, dass die Unternehmen in den neuen Bundesländern vor allem mit der aktuellen Geschäftslage unzufrieden sind. Dagegen erwarten sie in den kommenden Monaten wieder bessere Geschäfte. Die Beurteilung der Geschäftslage und die Erwartungen der Unternehmen haben in Südthüringen einen ähnlichen Verlauf. Allerdings steigt hier der Konjunkturklimaindikator. „Die Unternehmen in Südthüringen beurteilen die Geschäftslage weniger pessimistisch als die Unternehmen in den neuen Bundesländern insgesamt. Außerdem werden in der hiesigen Region die Chancen der nächsten Monate bereits jetzt klarer wahrgenommen. Der Grund hierfür ist, dass die Südthüringer Wirtschaft bereits stark zum  Westen aufgeschlossen hat. Die Industrie hat hier eine ähnliche Bedeutung wie in den Wachstumsregionen der alten Bundesländer. Daher ist hier in Südthüringen die Arbeitslosigkeit geringer als in den anderen Regionen Ostdeutschlands“, erklärt Dr. Ralf Pieterwas, Hauptgeschäftsführer der IHK Südthüringen.

Die Bedeutung der Industrie in Südthüringen zeigt sich gut an der Betriebsdichte. Mit 11 Betrieben auf Zehntausend Einwohner ist diese Branche hier ähnlich bedeutend wie in Coburg und Hagen. Lediglich in den Regionen Siegen und Villingen-Schwenningen gibt es eine höhere Dichte an Industriebetrieben. Die starke industrielle Dynamik geht mit einer niedrigen Arbeitslosenquote einher. Im Jahresdurchschnitt 2011 wurden in Südthüringen 7,1 Prozent erreicht. Südthüringen liegt damit auf ähnlichem Niveau wie Niedersachsen, dem Saarland und Schleswig-Holstein. Der Durchschnitt der neuen Bundesländer betrug hingegen 11,2 Prozent.

Bewerten Sie diesen Artikel

0.0
0,0 (0 Stimmen)

Möchten Sie diesen Artikel

Versenden Drucken
Anzeige

Noch keine Kommentare vorhanden

Zu diesem Artikel wurde noch kein Kommentar hinterlassen, schreiben Sie doch den ersten.

Diesen Artikel versenden

Absender-E-Mail:*
Empfänger-E-Mail:*
Nachricht:*

* Pflichtfelder
Als Startseite festlegen Facebook Twitter RSS-Feeds Mobile