Damit es nach der Schule auch mit dem Beruf klappt

Suhl (ws) - Die wirtschaftsnahe Berufsorientierung an Thüringer Regelschulen im Rahmen des Landesprojektes „Berufsstart plus“ erfährt seine Fortführung. Der Bund unterstützt das Projekt mit fünf Millionen Euro. Die Vereinbarung dazu übergab Dr. Helge Braun, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung an Jochen Staschewski, Staatssekretär im Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Technologie, an Prof. Dr. Roland Merten, Staatssekretär im Thüringer Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur und an Lutz Mania, Bundesagentur für Arbeit und Mitglied der Geschäftsführung der Regionaldirektion Sachsen-Anhalt – Thüringen.

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Dr. Helge Braun überreichte die neue Vereinbarung an Jochen Staschewski, Prof. Dr. Roland Merten, Dr. Ulrike Geiger und Lutz Mania (v. l.).

© FOTO: ws

„Berufsstart plus“ geht weiter, dies ist das Signal welches an Schulen und Wirtschaft gesendet werden könne, machte Helmut Adamy, Präsident der Handwerkskammer Südthüringen, deutlich. Begonnen hatte das Projekt 2003 – initiiert von den drei Handwerks- und Industrie- und Handelskammern. Dr. Braun betonte dazu, dass „Thüringen als erstes Bundesland die Verantwortung einer fest im Schulleben verankerten Berufsorientierung für alle Regelschüler- und –schülerinnen übernommen hat“.
Eine „arbeitsmarktnahe Berufswahl“ sei dringend vonnöten, machte Jochen Staschewski deutlich und mahnte in diesem Zusammenhang an, dass Thüringen in acht Jahren 20 000 Fachkräfte fehlen: „Wir müssen gute Arbeit anbieten.“
Zwar erreiche man im Freistaat momentan 60 Prozent der Schüler mit „Berufsstart plus“, so Prof. Dr. Roland Merten - das sind über 17 000 Schüler an 137 Schulen- „doch die Arbeit muss weiter gehe; denn 8,5 Prozent der Schulabgänger haben keinen Abschluss und jeder fünfte Ausbildungsvertrag werde im ersten Lehrjahr aufgelöst: „Darum ist Berufsvorbereitung so immens wichtig!“
Mit Berufsstart plus können Schüler ab der 7. Klassen Berufsfelder in Orientierungsbausteinen kennen lernen, um frühzeitig ihre Stärken (oder auch Schwächen) zu erkennen. Unterstützt werden sie von den Lehrern und Bildungsbegleiter der Kammern.

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