Bürgerversammlung in Neundorf

Sanierung des Steinbachs

Suhl (sg) - Am Montag, den 21. Mai lud die Stadt und die Verantwortlichen die Bürgerinnen und Bürger von Suhl Neundorf zu einer Versammlung ein um darüber zu informieren, wie es mit der Sanierung des Steinbachs voran geht.

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Hier sollen Stützelemente eingesetzt und die Straße gesperrt werden

© Foto: sg

Der Bach macht den Neundorfern schon seit Jahren Probleme. Bei der Schneeschmelze oder einem heftigem Regenguss tritt der Fluss gerne und schnell über die Ufer und der Hang, der sich im Bereich Hausnummer 122 bis 165 erstreckt, hat auch schon nachgegeben und rutschte in die Tiefe. Das die Lösung, einen Teil des Flusses zu kanalisieren und aufzufüllen, nur ein Übergang werden könne, war allen Beteiligten klar. Nun soll eine dauerhafte Endlösung durchgeführt werden, die auch einige Einschränkungen mit sich ziehen wird.

Der Raum im „Friz“ ist gefüllt und immer noch strömten die Bürgerinnen und Bürger herein und wollten an den Gesprächen teilhaben. Hauptsächlich wurden Fragen geklärt, was mit der Müllentsorgung, den Bussen und den Umleitungen passiert. Den Anwohnern stieß sauer auf, dass die Straße für gut drei Monate vollgesperrt werden soll. Zwar nur während der Bauzeit, ab Feierabend gegen 17.00 Uhr und am Wochenende versicherte BauWi, die die Bauarbeiten übernehmen, dass die Anwohner hindurch fahren können. Zwar müsse gegenseitige Rücksicht genommen werden, aber frei ist die Strecke für diese Zeit. Die Schulkinder müssten sich vielleicht auch auf Umstellungen gefasst machen. Der Bus wird noch fahren, aber nur vom Spritzenhaus und zurück, das heißt die restliche Strecke das Dorf hinauf müssten die Kids zu Fuß zurück legen. Auch die regulären Busse würden wohl eine „verkürzte“ Runde bis zu dieser Haltestelle fahren. Aber das müsse erst noch mit der SNG abgesprochen werden. Die Anwohner würden einen Handzettel bekommen auf dem alle Fragen eine Antwort enthalten. Es wurde aber versichert, dass Fußgänger immer durch den Baustellenbereich laufen können. Sie müssen keinen Umweg in Kauf nehmen. Das Bauunternehmen BauWi versicherte so schnell wie möglich zu arbeiten, aber sollten unvorbereitete Schwierigkeiten auftauchen, verzögert sich das ganze Projekt natürlich, was niemand hofft.

Seit Jahren ist die Diskussion um und über den Steinbach geführt worden. Nun da Gefahr in Verzug ist, können Fördermittel beantragt werden. Denn zwischen den Hausnummern 122 bis 165 besteht akuter Handlungsbedarf. Die Böschung muss abgefangen werden, sonst kommt sie immer weiter hinunter. Außerdem müsse der Hochwasserschutz verbessert werden. Am 11. Juni wird mit den Vorleistungen begonnen, die SWSZ muss beispielsweise noch einen Mast versetzen und die Umleitung über den Friedberg wird ebenfalls noch befahrbar gemacht. Am 18. Juni, so die Planungen, sollen die ersten Stützelemente angeliefert werden. Es ist vorgesehen zwischen eineinhalb Metern und vier Metern aufzuschachten und diese „Wände“ dort einzusetzen. Anschließend werden sie mit dem Füllmaterial aus dem nächsten Bauabschnitt von eineinhalb bis vier Metern verfüllt. So kann in Abschnitten gearbeitet werden und der abrutschende Hang ist kontrollierbar. Aus diesem Grund wird auch der „Hügel“, der sich über der Hasel entlangzieht auch nur für die Anwohner geöffnet sein, es soll keine Umleitung darstellen, denn wenn am Hang gearbeitet wird und der Verkehr über diesen Hügel fährt, ist die Gefahr ziemlich groß, das etwas passieren könnte. Da immer nur ein paar Meter geöffnet werden, sind auch immer nur wenige Anwohner betroffen, die in dieser Zeit nicht aus ihren Grundstücken fahren können. Die Stadt sicherte Stellflächen vor der Baustelle zu. Zum Beispiel am Spritzenhaus, aber das müsse noch hergerichtet werden. Wenn die Baustelle am Abend verlassen wird, können die Anwohner hindurchfahren, zwar nur halbseitig, aber da nicht die ganzen 160 Meter aufgerissen werden, sondern nur Stücke, dürfte mit gegenseitiger Rücksichtnahme auch diese Durchfahrt problemlos erfolgen. Natürlich ist gewährleistet, dass im Falle eines Notfalls Feuerwehr und Notarzt hindurch fahren können. Der Müll wird alle zwei Wochen abgeholt, die Daten werden auf den Handzetteln ebenfalls bekannt gegeben. Die Anwohner werden nur gebeten ihre Mülltonnen und die gelben Säcke jeweils ans Ende und an den Anfang der Baustelle zu bringen, damit der Müllwagen nicht im Baustellenbereich halten muss. Papier entfällt. Dafür steht am Wendeplatz ein Sammelcontainer, in den das Papier und die Pappe entsorgt werden kann, oder an den örtlichen Recyclinghöfen ist die Abgabe ebenfalls weiter möglich. Die Umleitung über den Friedberg sorgte bei den Bürgerinnen und Bürgern bei der Versammlung für Unmut. Nicht nur das der Umweg sie zum Friedberg bringt, sondern auch der Ausbau dieser Strecke machte den Neundorfern zu schaffen. Natürlich würden sie einen enormen Umweg fahren müssen, eine Ampel würde auf dem Weg, der eigentlich als Forstweg ausgeschildert ist, für lange Wartezeiten sorgen. So um die 20 Minuten schätzten die Vertreter der Stadt sei die Umlaufzeit, doch eine solche Ampel ist ausdrücklich gewünscht worden. Es muss ebenfalls bedacht werden, dass Leitungen auf der 1,5 bis 2 Kilometer langen Strecke verlegt werden müssen, denn die Ampeln stehen zu weit auseinander und können sich nicht sehen und so nicht miteinander kommunizieren, was die Leitungen durch den Wald umumgänglich macht. Das Stück von Bahnbrücke bis zum Anfang der Teerstraße soll noch verfestigt werden, denn aus den Jahren ist dort eine Hoplerstraße entstanden, die nun vom städtischen Eigenbetrieb in Ordnung gebracht werden soll.

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