Mitgliederversammlung der Volksbank

Eine Bank genießt Vertrauen

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V.l.: Vorstandsmitglied Rudolf Jäger, Gastredner Ulrich Kienzle und stellv. Aufsichtsratsvorsitzender Bernd Seibert.

© Foto: Otto

Höxter (mo) - „Offenbar darf man Griechenland nur als den ersten Stein sehen, der aus der Fassade bricht“, so sprach Bürgermeister Alexander Fischer eines der Schlagthemen des Abends an, die „Unendliche Geschichte“ der Finanzkrise 2012. „Umso wichtiger ist eine Bank, der man vertrauen kann und die in der Region verwurzelt ist“. Anlass dieser lobenden Worte war die Mitgliederversammlung der Volksbank Paderborn-Höxter-Detmold am Floßplatz, wozu sich rund 1600 Gäste im Festzelt einfanden.

Vorstandsmitglied Rudolf Jäger ging in seiner Begrüßungsrede besonders auf die Bedeutung und Kraft genossenschaftlicher Werte ein und nutzte die Eröffnungsansprache auch für eine klare Stellungnahme hinsichtlich der Finanzkrise, wobei er die Euro-Rettung als „ohne Alternative“ ansah. Ebenso seie es falsch, Griechenland aus dem Euro zu drängen. Dies könnte allzu leicht einen „Flächenbrand“ nach sich ziehen.

Im Zuge der Versammlung wurden auch zahlreiche Mitglieder in feierlicher Atmosphäre als Jubilare geehrt.

Als Gastredner war diesmal der 2004 mit dem Journalistenpreis des Deutschen Mittelstandes ausgezeichnete Publizist und Experte Ulrich Kienzle eingeladen worden. Ihm oblag es, den Nahen Osten als ein weiteres, großes Thema aller Medien näher zu beleuchten. „Es ist immer kompliziert“, so fasste er die Umstände im Nahen Osten prägnant und pragmatisch zusammen und brachte mit einigen Episoden aus seiner Anfangszeit als Korrespondent für die ARD diese „Kompliziertheit“ den Zuschauern im Festzelt näher, beispielsweise berichtete er von seinen ersten Erfahrungen mit Schmiergeld: „Wenn man zum ersten Mal jemanden besticht, ist das ein komisches Gefühl“. Aber nötig, wie Kienzle darlegte. Andernfalls hätte der Sender wohl auf ewig auf die zu verschickenden Filmrollen gewartet...

Anschaulich und fachmännisch setzte Kienzle seinem Publikum das Thema auseinander, erläuterte die Gepflogenheiten und Denkweisen. Auch die historischen Hintergründe, das Stammeswesen und dergleichen legte er dar, wobei er sich einer geradlinigen, schnörkellosen Sprache bediente, die stets unumwunden zum Punkt kam. „Wie es zum Schluss ausgehen wird, weiß heute noch keiner. Es werden jedoch keine Demokratien entstehen. Zumindest keine im westlichen Sinne.“

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