OB-Kandidat, Marcus Kalkhake, SRH-Geschäftsführer, Hans-Peter Jochum und Botschafter Dr. Wu-lien Wei im Gespräch mit dem Chefarzt der Radiologie, Dr. Cornelius Oberle
© Foto: CDUAuf Einladung von OB-Kandidat Marcus Kalkhake weilte der Botschafter der Republik China auf Taiwan, Dr. Wu-lien Wei, am 12. April in Suhl. Kalkhake knüpfte damit an einen Besuch im Jahr 2009 an, bei dem er selbst als Mitglied einer Thüringer Delegation in Taiwan war.
Auf dem Besuchsprogramm stand zuerst das SRH-Zentralklinikum. Geschäftsführer Hans-Peter Jochum stellte den Besuchern sein Haus in Kennzahlen vor. Das Klinikum ist mit 1.250 Mitarbeitern der größte Arbeitgeber in Suhl. Pro Jahr werden etwa 30.000 Patienten stationär und 49.000 Patienten ambulant behandelt. Das Unternehmen investiert kräftig in Suhl, so unter anderem in modernste Medizintechnik, wovon sich die Gäste unter Führung der Chefärzte in der Radiologie und der Strahlenklinik überzeugen konnten. Jochum betonte, dass die demografische Entwicklung am Suhler Klinikum nicht spurlos vorüberginge. Die Patienten würden immer älter, aber auch der Ärztemangel mache ihm Sorgen. Gerade jungen Ärzten sei neben einem attraktiven Arbeitgeber auch das Umfeld wichtig. "Wer aus größeren Städten kommt, vermisst hier vieles", betonte Jochum. Für Marcus Kalkhake einmal mehr Beleg dafür, dass das Suhler Wohnraumproblem einer dringenden Lösung bedarf.
Nach einem vorzüglichen Mittagessen im Hochhaus-Restaurant "Sedici" ging die Tour mit einem Besuch des Fahrzeugmuseums unter Leitung von Geschäftsführer, Herrn Joachim Scheibe, weiter. Große Beachtung fand auch die Präsentation von Präzisionsgewehren bei Merkel Jagdwaffen. Beim Medizintechnikhersteller Aesculap Suhl GmbH erfuhr Botschafter Dr. Wei, der mit zwei Botschaftsmitarbeitern angereist war, dass das Unternehmen, eine Sparte der B. Braun Melsungen AG, über ihren Mutterkonzern eine Niederlassung in Taipeh betreibt. Im Hinblick auf den Fachkräftemangel machte Kalkhake noch einmal auf seine Initiative, in Suhl eine private Fachhochschule zu gründen, aufmerksam. Für Botschafter Wei ist der Erfolg Taiwans auch maßgeblich auf die enge Verknüpfung von Wissenschaft und Industrie, gerade durch private Bildungseinrichtungen, zurückzuführen. Abschließend lud der Botschafter den OB-Kandidaten ein, gemeinsam eine Städte- und Schulpartnerschaft zwischen Suhl und einer Stadt in Taiwan zu initiieren.
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