Waltershausen (spd) - „Acht neue Mitglieder in den vergangenen Monaten. Der größte Zulauf seit 17 Jahren", berichtet David Ortmann, der Vorsitzende der SPD Waltershausen. „Im kommenden Jahr starten wir dann unsere Mitgliederwerbekampagne." Bis Ende 2012 wollen die Sozialdemokraten in Waltershausen 20 weitere Mitglieder aufnehmen.
Keine Frage: David Ortmann gab sich auf der Jahreshauptversammlung der SPD Waltershausen keine Mühe tief zu stapeln. Was die Genossen im vergangenen Jahr geleistet hätten, könne sich sehen lassen. Derzeit haben die Genossen 40 Mitglieder in Waltershausen. Und liegen damit bereits knapp hinter der CDU, die laut Ortmann, 41 Parteigänger verzeichnen kann. Das soll sich nun ändern. Dafür hat die Stadtratsfraktion von SPD-Bündnis 90/Die Grünen als einzige Gruppierung im Stadtrat ein Bürgerbüro eröffnet und bietet nun Sprechstunden an. Auch die Arbeit im Stadtrat sei beispiellos. Obwohl die rot-grüne Gemeinschaft nur 20 Prozent der Stadtratsmitglieder stellt, bringt sie über 80 Prozent aller von Fraktionen eingebrachten Stadtratsanträge ein. Dass das keine Alibi-Anträge seien, könne man daran erkennen, dass die Masse der Anträge auch beschlossen werde, so Ortmann. „Grund für die gute Quote ist auch die Zusammenarbeit mit der CDU – und da vor allem mit Bürgermeister Michael Brychcy“, hebt der 28-jährige Fraktionsvorsitzende hervor. „In Waltershausen steht die Sache mehr als in vielen anderen Kommunen im Vordergrund. Und die Stadt profitiert von dem Bündnis der SPD mit dem Bürgermeister.“ Auf diesem Wege der Zusammenarbeit sind in den vergangenen Jahren weitreichende Entscheidungen mit breiter Mehrheit im Stadtrat getragen worden. Parteilpolitisch wollen sich die Genossen in den kommenden Jahren wieder stärker auf Kreisebene einbringen. Hierzu sind der Unternehmer Marco Wölk und der Verwaltungsbeamte Christian Gimm nominiert worden, auf der Kreismitgliederversammlung am 27. Januar 2012 für den SPD-Kreisvorstand zu kandidieren. Unterstützung erhalten die Waltershäuser vom SPD-Landratskandidaten Uwe Walther, der ein gern gesehener Gast in der Puppenstadt ist. Das SPD-Urgestein Dr. Werner Pidde ist derzeit Mitglied im SPD-Landesvorstand und soll dies nach dem einstimmigen Votum der Genossen auch bleiben. Festhalten will die seit 121 Jahren in Waltershausen tätige Partei an dem „Waltershäuser Boten“. Von dem SPD-Stadtmagazin sind seit der Wende immerhin 63 Ausgaben erschienen. Außerdem wollen die Genossen in den kommenden Wochen eine Festschrift beginnen, die zum 125-Jährigen Jubiläum 2014 herausgegeben werden soll.
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