20 Jahre Burschenvater in Mellingen

Bernhard Quicker: „Ich werde nun den Hut nehmen…“

Mellingen (RQ) - Vor nun 20 Jahren wurde unser „Bernd“ gefragt, ob er nicht mal Burschenvater machen würde. „Es ist nur eine Notlösung“, sagte man ihm. Weil die damalige Kirmesgesellschaft niemanden gefunden hatte, der bereit war, für dieses Ehrenamt zu fungieren. Also sagte Bernhard Quicker: „Ja!“. Dies war im Jahr 1993. In diesem Jahr fand auch die erste Zeltkirmes auf dem Anger statt. Der Saal konnte damals nicht mehr genutzt werden.

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Im Jahre 2009 wurde in Mellingen ein besonderes Jubiläum gefeiert: 400 Jahre Kritzekrebsmarkt.

© Foto: RQ

Es war nicht leicht, das erste Mal als Burschenvater. Bernd Quicker war zwar schon in seiner Jugend oft Planbursche und wusste somit, was auf ihn zukommt. Doch kurz nach der „Wende“ musste viel mehr berücksichtigt werden als zu DDR-Zeiten. Es mussten Genehmigungen auf verschiedenen Ämtern eingeholt werden. Alles war also neu.

Doch mit der Zeit und viel Unterstützung durch die Gemeinde Mellingen wurde auch diese Hürde genommen.

Es vergingen die Jahre und im Jahr 2000 gründeten Bernhard Quicker und einige Mitgliedern der Kirmesgesellschaft den Traditionsverein „Kritzekrebsmarkt 1609“ Mellingen e.V. Hier ist er Vorsitzender.

Viele Kirmesburschen und -mädels sind seitdem gekommen und gegangen… Im Jahr 2009 zum 400. Kritzekrebsmarkt wurde ein rauschendes Fest gefeiert.

Der Verein hat – wie viele andere Vereine auch – ein grundsätzliches Problem: Es mangelt an Nachwuchs.

Ob es nächstes Jahr wieder eine Kirmes in gewohnter Form geben wird, kann noch nicht gesagt werden. Nur eines ist sicher: Bernhard Quicker stellt sein Amt als Burschenvater demnächst zur Verfügung. Er nimmt seinen Hut.

„Ich hoffe, dass es auch in Zukunft eine Kirmes geben wird, obwohl wir große Probleme mit dem Nachwuchs haben. Vielleicht gibt es auch eine abgewandelte Form des Kritzekrebsmarktes. Ich werde mich anderen Aufgaben widmen und  vielleicht sehen wir uns in einer anderen Position wieder.

Ich werde als Burschenvater meinen sprichwörtlichen Hut nehmen und sage noch einmal: Habt vielen Dank für Euer Vertrauen. Dem Traditionsverein werde ich erhalten bleiben und mit Rat und Tat zur Seite stehen.“

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