Apolda (csh) - Eine große Veranstaltungsreihe steht in der Lutherkirche Apolda an. Das Programm reicht von Ausstellungen über Konzerte und Vorträge bis zum Pop-Oratorium „Die 10 Gebote". Zum Mittelpunkt dieser, von Juni bis September geplanten Veranstaltungen, gehören die Ausstellung „Zehn Gebote und Weltethos" und das „4. Apoldaer Glockengeläut".
Bilder werden gehängt, der Altar geschmückt - die Lutherkirche wird herausgeputzt. Denn, die Eröffnung einer Veranstaltungsreihe ist am Mittwoch, den 6. Juni, um 19.00 Uhr. Viel wird bis Ende September zu entdecken, sehen, hören und bestaunen sein. So kommt auch das Pop-Oratorium „Die 10 Gebote“ - das Musical über die Mose-Geschichte - nach Apolda. Es soll das Chorereignis des Jahres werden. Bisher waren die Arenen in Hannover und Mannheim sowie der Dom von Düsseldorf ausverkauft.
Jetzt wird in Apolda fleißig geprobt, denn 70 Thüringer haben beim Casting im November des vergangenen Jahres mit ihren Stimmen überzeugt. Mit dabei sind Britta Radig (weibliche Hauptrolle) und Norbert Radig (Musiker und Musikredakteur). Die (fast ausverkaufte!) Premiere ist am Sonnabend, 9. Juni, um 18.00 Uhr, in der Lutherkirche Apolda. Weitere Aufführungen können am Sonntag, 10. Juni, um 16,00 Uhr, und Sonntag ,17. Juni, um 16.00 Uhr, besucht werden. Karten sind im Büro der Kirchengemeinde, Dornburger Str.4, Tourist-Information Apolda, Der Buchladen, Holidayland Meißner, in den angeschlossenen Tourist-Informationen und unter www.Ticketshop-Thueringen.de für 14 € erhältlich.
Zu sehen sind in der offenen Lutherkirche Apolda die Zehn Gebote als Druckgrafiken von Jana Eilhardt. Sie setzte sich mit diesem Thema ganz unbefangen, als Atheistin, im Rahmen ihrer Diplomarbeit (Studium: Grafikdesign, Illustration und freie Kunst) auseinander. So wollte sie in Erfahrung bringen, wie aktuell die zehn Gebote sind und ob diese in das heutige Wertverständnis passen. Ihre Gedanken hat die Künstlerin in Bildern umgesetzt, die in Holzschnitt- und Siebdrucktechniken erarbeitet wurden. Der zweite Teil der Ausstellung heißt Weltethos, auf den Theorien von Professor Hans Küng (katholischer Theologe) basierend, ist bis zum 31. Juli zu sehen. Welche Bedeutung hat Religion heutzutage und wie sind Werte, Maßstäbe und Normen aus ethischer Sicht zu definieren? - Fragen die die Ausstellung aufwerfen und Diskussionen hervorbringen wird.
„Glocken sind Musik, Glocken verbinden, Glocken lassen aufhorchen", so das Motto des Weltglockengeläuts, das in Apolda am 14. und 15. Juli zum vierten Mal stattfindet. Apoldaer Glocken in Helsinki, Jerusalem und Köln werden über eine Live-Schaltung gemeinsam in einem internationalen Konzert erklingen. Das Läuten wird von 50 Akkordeonisten aufgegriffen, die mit einem improvisierten Klangbett in einen Dialog mit den weltweit bekannten Apoldaer Glocken treten.
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