Weimar (DAK Gesundheit Weimar) - - Am DAK-Wettbewerb gegen Alkoholmissbrauch in Thüringen beteiligten sich fast 400 Jungen und Mädchen.
Ihre Bilder sind cool, krass und provokant: Mehr als 15.000 Jungen und Mädchen haben sich im März und April am bundesweiten DAK-Wettbewerb „bunt statt blau“ gegen das Komasaufen beteiligt. Den dritten Platz in Thüringen belegte die 17-jährige Alisa Ort aus Weimar. Ihr Kunstwerk zeigt eine Jugendliche, die im Vollrausch von einem Krankenwagen abgeholt werden muss. Als Gewinn gab es 100 Euro für die junge Malerin. Die Ehrung nahmen die Beigeordnete Janna de Rudder und Uwe Burkhardt Leiter Service – Regionalzentrum Erfurt im Rathaus Weimar vor. Landessieger und Bundessieger wurde zwei Jugendliche aus Gera.
„Im Kampf gegen Alkoholmissbrauch sprechen die Bilder der Jugendlichen eine deutliche Sprache“, sagt Uwe Burkhardt, Leiter Service – Regionalzentrum Erfurt. „Wenn so ein buntes Plakat im Schulunterricht entsteht, bringt das mehr als viele Info-Flyer oder Vorträge.“ In den vergangenen Wochen haben viele Schulen das Thema Alkohol auf den Stundenplan gesetzt. Hintergrund: In der Stadt Weimar steigt die Zahl jugendlicher Komasäufer an. Im Jahr 2010 kamen in Weimar 32 Jugendliche mit einer Alkoholvergiftung ins Krankenhaus. Laut offizieller Landesstatistik stieg die Zahl der Betroffenen in Weimar im Vergleich zu 2009 um 23 Prozent. Im Vergleich zum Jahr 2003 sind die alkoholbedingten Klinik-Einlieferungen sogar um 68 Prozent angestiegen.
„Die Kampagne setzt bereits im dritten Jahr erfolgreich ein Zeichen gegen das Rauschtrinken von Jugendlichen“, erklärt Mechthild Dyckmans, die Drogenbeauftragte der Bundesregierung. „Der Wettbewerb erreicht immer mehr Jugendliche und bewegt sie dazu, sich kritisch mit diesem wichtigen Thema auseinander zu setzen.“ Der Wettbewerb sei eine gute Gelegenheit, im Schulunterricht über die Gefahren des Alkoholmissbrauchs zu diskutieren. Im aktuellen Drogen- und Suchtbericht der Bundesregierung wird erneut auf den DAK-Plakatwettbewerb als erfolgreiche und beispielhafte Präventionskampagne hingewiesen, an der seit dem Start im Jahr 2010 bereits 35.000 Schüler zwischen zwölf und 17 Jahren teilgenommen haben.
Luxuslärm lobt Kunstwerke gegen Komasaufen
Auch die bekannte Band „Luxuslärm“ unterstützt die Kampagne als Mitglied der Bundesjury. „Es ist wichtig, dass sich Kinder und Jugendliche mit dem Thema Komasaufen beschäftigen“, erklärt die Band nach der Entscheidung. „Die Plakate sind wieder überwältigend, da sind wirklich Kunstwerke entstanden.“
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