Herstelle (bs) - An der Landesgrenze zwischen Hessen und Nordrhein-Westfalen oberhalb von Bad Karlshafen mit Blick über die Weser auf Niedersachsen liegt der Hersteller Dreiländerblick.
An der Errichtung der Schutzhütte waren u.a. beteiligt: (v.l.) Christian Haase (für die Mitarbeiter der Stadt Beverungen), Willi Brümmer, Ludwig Rasche, Theo Vorwick, und Ludger Haneke (Vereinsgemeinschaft). Pfarrer Christof Hentschel segnete das Bauwerk bei der Einweihungsfeier.
© Foto: SiebrechtSchon lange ist dieser besondere Platz ein Rastplatz für Wanderer und Ziel von Sonntagsspaziergängen. Auf Anregung von Theo Vorwick und Ludwig Rasche wurde dort eine Schutzhütte errichtet und eingeweiht. Die Hütte wurde aus den Kondolenzgeldern zum Tode von Peter Hodes sen. finanziert, der diese Geld zur Verwendung in der Gemeinde bestimmt hatte.
Peter Hodes, im Dorf als „Peter Peter“ bekannt war ein Mann, der die Dorfgemeinschaft als sehr dynamischer, aktiver Mensch geprägt hat. Beinahe 103 Jahre alt verstarb er am 24. März 2008. Die Kondolenzgelder wurden von der Vereinsgemeinschaft verwaltet und man suchte nach einer guten Idee für eine sinnvolle Investition, die der Dorfgemeinschaft zu Gute kommen würde. Auf Anregung von Theo Vorwick entschied man sich für eine Schutzhütte am Dreiländerblick.
An der Planung und Genehmigung der Hütte waren Michael Haneke von der Stadt Beverungen, der Kreis Höxter und Friederike und Matthias Wolff von der Forstverwaltung beteiligt. Willi Brümmer war Kontaktmann zum Adolf-Kolping-Bildungswerk, das die Holzkonstruktion erstellte und aufbaute. Unter der Leitung von Theo Vorwick und Ludwig Rasche waren Hendrick Haneke, Peter Hodes jun., Hubertus Haneke und Ali Cizme am Planum, den Fundamenten und der Schottertragschicht beteiligt. Theo Vorwick und Ludwig Rasche verbrachten viele Stunden nicht nur mit dem Bau der Hütte sondern bauten auch einen Dank-Altar aus Sandsteinen, an dem jeder Wanderer einen Stein beschriften und als Zeichen seiner Dankbarkeit dort ablegen kann. Außerdem zimmerte Theo Vorwick sieben Nistkästen, die er in der Umgebung aufhängte und wird noch ein Insektenhotel aufstellen.
Die sechseckige Hütte bietet einer Wandergruppe von etwa 8 Personen Platz und ist mit Sitzbänken ausgestattet. An der Wand wurde eine von Bernd Wenzel hergestellte Übersichtskarte der Umgebung und ein Bild des verstorbenen Peter Hodes angebracht.
Mit einer Andacht und der Segnung der Hütte und des Altars durch Pfarrer Christof Hentschel wurde die Peter-Peter-Hütte eingeweiht. Die Blaskapelle Herstelle sorgte für einen festlichen Rahmen und gemeinsam erinnerte man sich bei Getränken und Zwiebelschnecken an den verstorbenen „Stifter“.
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