Hofgeismar (hai) - Rund 45 Interessierte nahmen an der Informationsveranstaltung der SPD, zum Thema Windkraftanlagen in Hofgeismar, teil. Bernhard Krede von der Firma wpd stellte die Planungen zur Errichtung von Windkraftanlagen vor und informierte die Zuhörer über alle Verfahrensabläufe und Voraussetzungen für den Bau von Windrädern am Heu- und Westberg. Hier sollen bis zu 12 Windräder entstehen. Dabei ist ein Abstand von 1000 Meter zur Wohnbebauung einzuhalten.
Nahezu Einigkeit bestand bei den Besuchern, dass die Errichtung von Windrädern notwendig ist, um die Energiewende auch in Hofgeismar umzusetzen. Kritik gab es daran, dass hierbei auch Eingriffe im Waldgebiet durchgeführt werden müssen. Hierzu teilte Krede mit, dass auch Ausgleichsflächen für diese Eingriffe geschaffen werden müssen und somit Neuanpflanzungen erfolgen werden. Andere Alternativstandorte stehen in Hofgeismar nicht zur Verfügung. Der früher einmal diskutierte Standort „Frensche Warte“ bei Kelze scheidet mittlerweile aus, da dort Ausgleichsflächen für den Flughafen Kassel Calden ausgewiesen wurden.
Der Stadtverbandsvorsitzende der SPD, Peter Nissen, machte deutlich, dass attraktive Bürgerbeteiligungsmodelle unabdingbar für die SPD Hofgeismar sind. So soll es für die Bürgerinnen und Bürger in Kooperation mit heimischen Banken möglich sein, sich finanziell an dem Windpark zu beteiligen. Positiv bewerteten die Zuhörer Nissens Aussage, dass in den städtischen Gremien auf Antrag der SPD-Fraktion hierzu beschlossen wurde, dass ein Ertragspool, der den Ertrag aller Windräder aufteilt und somit das Risiko zwischen wpd Anlagen und Bürgeranlagen aufteilt, geschaffen werden soll.
Nikutta wies neben der Energiewende auch auf die wirtschaftlichen Vorteile für den städtischen Haushalt sind. So werden pro Windrad 54.000 Euro Pacht an den städtischen Haushalt und zusätzlich vermutlich ab dem dritten Jahr nach der der Inbetriebnahme ein Anteil von 90 Prozent der fälligen Gewerbesteuer überwiesen.
Zum benachbarten Segelflugplatz erklärte Günter Ebel, Vorsitzender des SPD Ortsvereins, auch hierfür eine Lösung zu haben.
Die ersten Gutachten, z.B. zum Vogelflug, wurden bereits in Auftrag gegeben. Wie viele und wo die Windräder genau platziert werden, könne erst dann gesagt werden, wenn alle Gutachten vorliegen und alle zu beteiligende Fachbehörden Ihre Stellungnahmen abgegeben haben. Zudem hat das Stadtparlament hierüber das letzte Wort, das sich mit der Thematik noch mehrfach beschäftigen wird.
„Das Interesse an der Veranstaltung hat uns gezeigt, dass es wichtig ist die Bürgerinnen und Bürger bereits zu Beginn der Planungen zu informieren und einzubeziehen. Wir werden im Planungsprozess weiter informieren und zusätzlich zusammen mit der Firma wpd eine Besichtigungstour zu einem im Waldgebiet liegenden Windpark anbieten“, so Nikutta abschließend.
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