Deutscher Wetterdienst ehrte Hans-Gerhard Pape

Grebenstein (hai) – Hans-Gerhard Pape, Sparkassendirektor, wurde für die langjährige ehrenamtliche Mitarbeit im phänologischen Beobachtungsdienst des Deutschen Wetterdienstes (DWD) geehrt.

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Saskia Pietzsch von der Abteilung Agrarmeteorologie des Deutschen Wetterdienstes überreichte Hans-Gerhard Pape eine Auszeichnung für 25 Jahre phänologische Beobachtung.

© Foto: privat

Pape arbeitet seit 1993 als phänologischer Beobachter in Grebenstein für den DWD. In diesem langen Zeitraum hat er mit viel Idealismus und Engagement 3082 Beobachtungsdaten notiert und an den Wetterdienst gemeldet. Für seine ehrenamtliche Tätigkeit verlieh der Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur ihm eine Urkunde und die Wetterdienstplakette in Anerkennung wertvoller Mitarbeit und besonderer Leistungen für die Meteorologie. Die Auszeichnung wurde ihm nun in einer kleinen Feierstunde von Saskia Pietzsch von der Abteilung Agrarmeteorologie des Deutschen Wetterdienstes überreicht.

Der Deutsche Wetterdienst unterhält ein phänologisches Beobachtungsnetz mit ca. 1200 ehrenamtlichen Beobachtern im gesamten Bundesgebiet. Zusammen mit den 45 hauptamtlichen Stationen des DWD wird dadurch unter anderem die wetterdienstliche Beratung der Landwirtschaft sichergestellt. Die ehrenamtlichen Mitarbeiter des DWD beobachten die Entwicklung von wild wachsenden Pflanzen und Kulturpflanzen im Jahresablauf. Dies beginnt mit der Blüte der Haselnuss im Vorfrühling und endet mit dem Nadelfall der Lärche im Spätherbst. Das phänologische Beobachtungsprogramm umfasst 47 verschiedene Pflanzen. Insgesamt können in einem Jahr 168 Beobachtungen notiert und zum Jahresende an den DWD geschickt werden.

Deutscher Wetterdienst beobachtet Einfluss des Klimas auf die Pflanzenentwicklung


In den letzten Jahren ist das Interesse breiter Bevölkerungsschichten und der Medien an Umweltproblemen stärker geworden. Lange bevor die Klimadiskussion in Gang kam, begannen freiwillige Helfer des Deutschen Wetterdienstes - die phänologischen Beobachter - die Auswirkungen des Klimas auf die Pflanzenentwicklung in der freien Natur zu beobachten und aufzuzeichnen.
Da die Entwicklung der Pflanzen maßgeblich vom Klima gesteuert wird, lassen sich Klimaveränderungen anhand langer Datenreihen sehr gut erkennen. So beginnt z.B. der Frühling seit Ende der 80er Jahre häufig früher und die Winter werden wärmer.

Landwirtschaft profitiert von phänologischen Beobachtungen

Neben der Klimaforschung ist die Landwirtschaft naturgemäß der Hauptnutznießer der phänologischen Beobachtungen. So werden mit Hilfe phänologischer Daten Modelle entwickelt, die den Verlauf von Pflanzenkrankheiten und –schädlingen vorhersagen. Diese agrarmeteorologischen Prognosen sind eine wichtige Beratungshilfe im Rahmen des umweltschonenden Pflanzenbaus. Sie sollen verhindern, dass unsere Umwelt unnötig mit Pflanzenschutzmitteln belastet wird. Mit Hilfe phänologischer Daten werden noch viele weitere Prognosen erstellt. So gibt es z.B. spezielle Blühvorhersagen für Imker und Allergiker.

 

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