Förster sind Nachhaltigkeitsbotschafter

Landesforstanstalt verweist auf 300 Jahre Nachhaltigkeit

Erfurt (dr. Sprossmann) - Am 22. April wurde der Internationale Tag der Erde (Earth Day), der zum verantwortungsvollen und nachhaltigen Umgang mit den begrenzten Ressourcen dieser Erde ermahnen soll, begangen.

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Nachhaltige und naturnahe Forstwirtschaft sichert den Rohstoff Holz, schützt das Klima, sorgt für sauberes Trinkwasser und birgt vielfältige Erholungsleistungen.

© Foto: ThüringenForst AöR

Dieses anspruchsvolle globale Ziel soll durch vielfältige lokale Ansätze erreicht und stetig beispielhaft erläutert werden. Die neu gegründete Thüringer Landesforstanstalt weist deshalb darauf hin, dass naturnahe Forstwirtschaft der Forderung nach Ressourcenschonung und Ressourceneffizienz im Besonderen entspricht und damit ein beispielhaftes Erfolgsmodell für Nachhaltigkeit schlechthin ist. Vor fast genau 300 Jahren wurde der Begriff Nachhaltigkeit für eine besondere Art und Weise forstwirtschaftlichen Handelns in Mitteldeutschland erfunden. Dieser bedeutet, dass nur so viel Holz im Wald genutzt wird, wie wieder nachwächst. So sichert nachhaltige Holznutzung, dass auch künftige Menschengenerationen vorratsreiche, gesunde und vielfältige Wälder vorfinden, in denen sie den ökologisch wertvollen und klimaneutral einsetzbaren Energie-, Roh-, Bau- und Werkstoff Holz nutzen können. Heute ist der forstliche Nachhaltigkeitsbegriff nicht nur zum Ehrenkodex für verantwortungsvolle Forstleute gereift, sondern seit dem UN-Umweltgipfel 1992 auch ein umweltpolitischer Kernbegriff geworden. Die Landesforstanstalt, mit knapp 200.000 Hektar flächengrößter Waldeigentümer im Freistaat, nutzt nachhaltig jährlich rund 1,2 Mio. Fm Holz und sichert zusammen mit der Holzindustrie über 40.000 Arbeitsplätze, insbesondere im strukturschwachen ländlichen Raum Thüringens. „Durch naturnahe Nutzung wird das Waldvermögen nicht geschmälert, sondern im Gegenteil stetig erhöht“, erläutert Volker Gebhardt, Vorstand der Landesforstanstalt. Nachfolgenden Generationen werden so vielfältige Handlungsoptionen ermöglicht. 1970 entstand die Idee des Earth Day, ausgehend von einer umweltpolitischen Studentenbewegung

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