Qualität durch Regionalität

Obstgut Triebe holt Kirschen vom Baum

Schöngleina (sho) - Die Kirschen sind reif, die Ernte läuft auf Hochtouren. Zum Thüringer Süßkirschtag bekam das Obstgut Triebe Unterstützung beim Einholen. Die Kinder der Kita „Rappelkiste“ aus Schlöben und Schöngleina haben soviel gepflückt, wie in Körbe und Bauch hineinpasste.

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Kinder der Kita „Rappelkiste“ halfen bei der Kirschenernte. Dabei steckten sie sich auch einige reife Früchtchen direkt vom Baum in den Mund.

© Foto: sho

„Thüringen ist das bedeutendste Tafelkirschanbaugebiet in Deutschland. Jede vierte Süßkirsche kommt in diesem Jahr von hier“, sagte Björn Kirchner, Anbauberater der Absatzgenossenschaft Fahner Obst Gierstädt eG. Etwa 1.000 Tonnen Kirschen werden in dieser Saison im Freistaat geerntet, 50 bis 60 Tonnen steuert das Saale-Holzland-Kreis dazu. In ganz Deutschland sind es etwa 8.000 Tonnen, die vermarktet werden. Dazu zählt allerdings auch eine große Menge Schüttelkirschen für die Industrie z.B. zur Herstellung von Obstbrand.

Die Obsternte falle in diesem Jahr allerdings geringer aus als sonst. „Wir hatten Spätfrost im April und Mai. Das macht die Blüte kaputt“, erklärte Elfi Triebe vom Obstgut Triebe.

Familie Triebe hat nach der Wende auf den Flächen des ehemaligen Volkseigenen Gutes ein eigenes Unternehmen aufgebaut. Auf einer Anbaufläche von 32 Hektar erzeugt der Betrieb nach den strengen Qualitätsrichtlinien von QS-GAP im kontrolliert integrierten Anbau hochwertiges Obst. Dabei entfallen etwa 7,4 ha auf Süßkirschen, 15,1 ha auf Äpfel, 5,7 ha auf Birnen, 2,4 ha auf Pflaumen und 0,5 ha auf Beerenobst. 19 verschiedene Süßkirsch- und 24- verschiedene Apfelsorten beherbergen die Planatagen. Noch bis Anfang August sind die Erntehelfe mit dem Pflücken der Kirschen beschäftigt, daran schließt sich die Apfelernte an, die bis etwa Ende Oktober dauert. Als Direktvermarkter konnte sich der Betrieb „Obstgut Triebe“ in der Region etablieren. Im eignen Hofladen und an Verkaufsständen in Jena wird täglich frisches Obst angeboten.

„Obst von hier ist kontrolliert angebaut und frisch. Man kann mit gutem Gewissen zugreifen“, warb Kirchner für die Qualität, „Beleg für die Frische ist der grüne Stiel, der bei einheimischer Ware immer zusehen ist. Anders als bei Obst aus Übersee“.

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