Northeim (lpd/usj) - "Alte Schule mit neuem Gesicht", so brachten die Schülervertreter Lisa Hartje und Konrad Materne es jetzt in ihrer Rede zum Abschluss der Sanierungs- und Neubauarbeiten am Northeimer Gymnasium Corvinianum auf den Punkt.
Gesprochen haben beide während der Feierstunde, zu der die Schule gemeinsam mit dem Landkreis als Schulträger das neue Multifunktionalgebäude eingeladen hatte. Umrahmt wurden die Feierlichkeiten von der Capella Corviniensis und einem Beitrag von Schülerinnen und Schülern aus dem am Corvi angebotenen Fach für darstellendes Spiel. Begonnen hatten die umfangreichen Arbeiten für die Grundsanierung des Northeimer Gymnasiums im April 2011. Auf Basis des zuvor mit der Schule aufgestellten Raumkonzeptes standen aber nicht nur Sanierungen an, sondern auch der Abriss vorhandener Gebäude. Zum einen um Platz zu schaffen für das neue Multifunktionalgebäude, aber auch weil sie für den Schulbetrieb nicht mehr benötigt wurden. Für den Durchführungszeitraum der Baumaßnahme war ein knapper Zeitrahmen von Mitte April 2011 bis Ende April 2012 veranschlagt. Um diesen einzuhalten, mussten die Arbeiten parallel in den einzelnen Gebäuden durchgeführt werden. Möglich war dies nur durch den Weggang des Doppeljahrgangs von Abiturienten und durch die Auslagerung von 19 Klassen in die derzeit leer stehende alte Gutenberg-Realschule. Investiert wurden in das Corvi insgesamt 11 Mio. Euro. Allein das Multifunktionalgebäude hat 3,7 Mio. Euro gekostet. Noch einmal rd. 320. 000 Euro waren für die Ausstattung zu veranschlagen. Die Sanierung der vorhandenen Bausubstanz und der Sporthalle sollte eigentlich mit 7 Mio. Euro bezahlt sein, sodass "unter dem Strich" 10,7 Mio. Euro zusammen gekommen wären. Es hat allerdings nicht ganz gereicht, denn es sind im Zuge der Bauausführung Mehrkosten in Höhe von rund 300.000 Euro entstanden. Diese Mehrkosten entstanden durch Mängel, die so bei der Auftragsvergabe nicht erkennbar waren, die aber für rund 190.000 Euro beseitigt werden mussten. Der Rest von etwa 110.000 Euro entfällt auf sinnvolle Zusatzmaßnahmen, bei denen es sich anbot, sie in der Sanierungsphase gleich mit umzusetzen. "Ich bin äußerst froh darüber, dass wir die dringend notwendige Sanierung des Corvi im Rahmen einer öffentlich-privaten Partnerschaft haben stemmen können", so Landrat Michael Wickmann im Rahmen der Feierstunde, der dabei auch darauf hinwies, dass der Landkreis als Schulträger immerhin 27 Schulen in Schuss zu halten hat. Denn möglich waren die Neubau- und Sanierungsmaßnahmen für den Landkreis als Schulträger nur, weil die Maßnahmen im Rahmen eines so genannten ÖPP-Modells umgesetzt werden konnten. Hierbei handelt es sich um ein ganzheitliches Modell von Planung, Finanzierung, Bau und Sanierung, in dem ein privater Dritter die Funktion des Bauherren auf Basis entsprechender vertraglicher Vereinbarungen übernimmt. In diesem Falle fungiert die Arno Grundstücksverwaltungsgesellschaft als Bauherr und die BAM Deutschland als mit der Sanierung beauftragtes Bauunternehmen. Erfreulich sei dabei gewesen, dass mehr als die Hälfte des Auftragsvolumens an Firmen aus der Region geflossen sei. Mehr als erfreulich ist auch das Engagement des Fördervereins und der Klosterkammer zu nennen. So hatte die Klosterkammer 100.000 Euro für die Ausstattung des Mutifunktionalgebäudes beigesteuert. Aber auch der Förderverein hat beachtliche 40.000 Euro für die Ausstattung dreier Computerräume mit insgesamt 120 Rechnern gespendet. "Alle Beteiligten haben ihr Bestes gegeben", so ein hoch zufriedener Schulleiter Christoph Dönges, der sich zugleich für die vertrauensvolle und konstruktive Zusammenarbeit aller Beteiligten während der Bauphase bedankte.
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