Große Aufregung im Albert-Schweitzer-Seniorenzentrum

Brandschutzübung

Uslar (usv) - Das Albert-Schweitzer-Seniorenzentrum und die Feuerwehr Uslar haben mit einer Brandschutzübung im stationären Bereich kürzlich einen weiteren großen Schritt unter dem Dach ihrer Zusammenarbeit unternommen.
 

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Im Anschluss an die Übung fanden sich die Beteiligten noch in großer Runde zusammen, resümierten die Übung und besprachen die Details der Abläufe.

© Foto: Albert Schweitzer Familienwerk

Begonnen hat die gemeinschaftliche Kooperation mit einer Brandschutzunterweisung, welche dann einen kompletten Infonachmittag für Bewohner und Bewohnerinnen des Betreuten Wohnens samt angeschlossener Frage- und Diskussionsrunde nach sich zog. Auch die Übungsräumung der vierten Etage in der Stiftstraße 9 fand bereits unter dem Deckmantel der Zusammenarbeit statt. Als nächster Schritt wurde eine  praxisnahe Feuerübung im stationären Bereich des Albert-Schweitzer-Seniorenzentrums geplant. Insbesondere die Mitarbeiter zeigten großes Interesse am richtigen Vorgehen im Brandfall auf den Wohnbereichen.
Schnell wurde die Idee geboren, in den Räumen des Seniorenheims zu üben ohne die Bewohner und Bewohnerinnen dabei zu belasten. Daher fanden sich bei der Uslarer Ortsfeuerwehr einige Freiwillige, die am Tag des vorgetäuschten Brandes in die Bewohnerrolle schlüpften. Doch auch ein Bewohner und eine Bewohnerin beteiligten sich gern an der Übung und ließen sich aus ihren Zimmern evakuieren.
Bei der Übung ging es nicht nur darum, den betroffenen Bereich möglichst effektiv und sicher zu räumen, sondern auch die innerbetrieblichen Abläufe zu prüfen und zu optimieren.
Am  frühen Mittwochabend war es dann soweit: Im Wohnbereich 1 wurde die diensthabende Pflegefachkraft durch die Feuerwehr informiert, welcher Feuermelder im Haus eine Rauchentwicklung meldet. Um Bewohner und Besucher nicht unnötig zu beängstigen, wurde auf das tatsächliche Auslösen der Brandmeldeanlage verzichtet.
Die diensthabende Pflegefachkraft ist der Schlüssel und gibt den Impuls für alle weiteren Rettungshandlungen, so auch an diesem Tag. Weitere Pflegekräfte wurden zur Evakuierung hinzugerufen. Als durchaus herausfordernd zeigte sich die Verlegung der Bewohner in den nächsten sicheren Rauchabschnitt. Teils zu Fuß oder aber mit Rollator, im Rollstuhl, mit Rettungstüchern und Matratzen oder dem kompletten Bett mussten die Pflegekräfte mit den Bewohnern diese Strecke überwinden. Für die Pflegekräfte eine schwierige Aufgabe, denn Aufregung und Eile machen zum alltäglichen Umgang einen deutlichen Unterschied. Es zeigte sich als problematisch, ein Bett durch gleich zwei Rauchabschlusstüren zu bewegen. Auch das Ziehen einer Matratze über den Flur ist herausfordernd und im Fall der Übung lag darauf nur ein robuster 75 Kilogramm schwerer Dummy und kein echter Mensch.
Die zu Übungszwecken in die Bewohnerrolle geschlüpften Feuerwehrkräfte zeigten den Mitarbeitenden mit großem schauspielerischem Talent, welche Probleme bei einem Brand und einer Evakuierung noch entstehen könnten. So könnte jemand unbedingt sein Gebiss mitnehmen wollen, und ein anderer möchte noch eine Tasche packen. Auch dass an eventuell im Brandabschnitt anwesende Besucher gedacht werden sollte, wurde geklärt.
Alle Mitarbeiter gaben ihr Bestes, um Bewohner und Bewohnerinnen in Sicherheit zu bringen und gleichzeitig alle wichtigen Punkte des Ablaufplans abzuarbeiten. Es dauerte gerade mal acht Minuten, bis der vom Brand betroffene Abschnitt durch das Personal des Seniorenheims komplett geräumt war.
Zur Übung gehörten auch das tatsächliche Eintreffen der Feuerwehr sowie die Abfrage der Brandschutzhelfer durch den Einsatzleiter. Es zeigte sich, dass alle in ihrer jeweils zuständigen Funktion klare und verständliche Informationen geben können, so dass die benötigten Maßnahmen im Ernstfall zügig eingeleitet werden können.
Das eigentliche Löschen des Feuers wurde bei der Übung dann durch eine gemeinsame Feedbackrunde abgelöst. Informationen zu optimierfähigen Abläufen wurden ausgetauscht und auch ein Lob für die bereits sehr gelungene Zusammenarbeit im geprobten Ernstfall wurde von Stadtbrandmeister Jörg Jacob ausgesprochen. Die Feuerwehr ihrerseits beschäftigte sich im Nachgang noch mit den Laufkarten und der Brandmeldeanlage, um auch dort alles auf Funktionsfähigkeit überprüft zu haben. Alle Beteiligten konnten aus der Übung neue Erkenntnisse gewinnen und dass die noch recht junge Kooperation der Uslarer Feuerwehr und des Albert-Schweitzer-Seniorenzentrums bereits jetzt so gute Früchte trägt, freute alle Beteiligten. Es steht fest: Die Kooperation wird auf jeden Fall weiter bestehen und auf zusätzliche Gemeinschaftsaktionen können sich alle Beteiligten jetzt schon freuen.

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