Leseabend

Eine Reise auf der Deutschen Märchenstraße

Dassel (usm) - Heute, im Zeitalter von sms, twitter und fake news ist es besonders reizvoll, sich mit Märchen und ihrer Überlieferung zu befassen. Sie sind ja schon uralt und ihr Ursprung liegt im Dunkel der Geschichte. Sie erzählen Geschichten, die sich in ähnlicher Weise vielleicht zugetragen haben und vermitteln Weisheiten und Wahrheiten, die unser Leben bereichern. Märchen wurden einst nicht auf Pergamenten oder in Folianten aufgeschrieben, sondern sie lebten vom Erzählen. Über Jahrhunderte waren Menschen die einzigen Datenträger. Wer traut sich das heute noch zu? Aber schon vor etwa 200 Jahren wurden die Märchenerzähler immer seltener. Und hätte es nicht Menschen gegeben, die sie endlich aufgeschrieben haben, so wüssten wir nichts mehr davon. Es ist unter anderen zwei Göttinger Professoren, den Gebrüdern Grimm, zu verdanken, dass wir Märchenbücher lesen können. Jägern gleich spürten sie Leute auf, die Märchen zu erzählen wussten, und schrieben sie auf. Dabei wurden sie vor allem in Hessen und Niedersachsen fündig. Einige Märchenerzähler waren Hugenotten, die ihre Geschichten aus Frankreich mitgebracht hatten.
Heute gibt es zwischen Hanau und Bremen die Märchenstraße, die den Spuren der Gebrüder Grimm folgt. Wolfgang Nieschalk aus Nordstemmen hat sie bereist, um die Orte der Aufzeichnung der Märchen kennen zu lernen. Auch weniger bekannte Erzählungen hat er aufgelesen. Zu diesen Geschichten, über deren Herkunft und über die Arbeit der Gebrüder Grimm wird er am Freitag, 27. April, um 19 Uhr im Museum Grafschaft Dassel, am Teichplatz 1, Dassel, Spannendes berichten. Hierzu wird herzlich eingeladen. Der Eintritt ist frei, um eine Spende wird gebeten.

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