Tag voller erinnerungsreicher Ereignisse

Rührende Festgeschichte zum Kinderdorfjubiläum

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Die Mitwirkenden und die Gastgeber beim Festakt des „Albert-Schweitzer-Kinderdorfes (v.l.): Prof. Dr. Johannes Kemser, Andrea Schröder-Ehlers, Dr. Omar Mahjoub, Günter Kalisch, Felias (vorn), Reiner Schönebeck, Jörg Grabowsky und Jens Böther.

© Foto: privat

Uslar/Bleckede (usm) - Für das Albert-Schweitzer-Familienwerk e.V. und insbesondere die Einrichtungsteile des Albert-Schweitzer-Kinderdorfs in Alt Garge, war der vergangene Samstag ein grandioser Tag.
Anlässlich des 50-jährigen Kinderdorfjubiläums fand die Mitgliederversammlung dieses Mal im Bleckeder Haus in der Stadt Bleckede statt. Direkt im Anschluss an dieses Ereignis, vergrößerte sich der Kreis der Anwesenden neben Kuratoren, Mitgliedern und zahlreichen Mitarbeitenden noch um eine beachtliche Zahl an Gästen. Zu diesen gehörten nicht nur Freunde und Förderer des gemeinnützigen Vereins, sondern ebenso Kooperationspartner und Politiker der Regional- sowie Landesebene.
Mit der alljährlichen Kuratoriumssitzung und der Mitgliederversammlung startete der ereignisreiche Tag.
Unter dem Leitmotiv „Strukturen stärken“ präsentierte der Verein einige Erfolge aus dem vergangenen Geschäftsjahr und stellte Ideen vor, die auch in Zukunft für einen sicheren Stand des gemeinnützigen Vereins sorgen sollen.
So hat es mit der Umwandlung von Zwei-Bett-Zimmern auf Einzelzimmer im Albert-Schweitzer-Seniorenzentrum in Uslar eine Strukturverbesserung gegeben. Für eine bessere Pflegeinfrastruktur sorgt in Kürze auch die Inbetriebnahme des neuen Erweiterungsbaus der Albert-Schweitzer-Altenhilfe in Bleckede. Und auch der Start der Tagesklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie in Holzminden kann als Meilenstein im regionalen Versorgungsmanagement gesehen werden.
Die Behindertenhilfe in Hermannsburg ist vor drei Jahren bereits mit einer Strukturverbesserung vorangegangen. Und dass auch die wertvolle Arbeit in den Kinderdörfern gut ankommt, zeigte der Besuch von Sänger Roland Kaiser, der sich einen ganzen Nachmittag Zeit im Kinderdorf in Uslar nahm. Augenmerk lag dabei auf der Arbeit vor Ort und dem großen Thema „Kinderrechte“, in dessen Zuge sich das kinderdorfeigene Kinderparlament vorgestellt hat.
Ein weiterer Punkt lag besonders den Einrichtungsleitern sehr am Herzen: Ihre Mitarbeitenden. Besonders im vergangenen Geschäftsjahr wurde in allen Einrichtungen viel geleistet und vor allem auch effektiv zusammen gearbeitet. Die Teams vor Ort erhielten dafür sehr viel Lob. Denn die Philosophie des Vereins auf Basis der humanistischen Weltanschauung Albert Schweitzers gilt nicht nur für die Klienten und Partner des Vereins, sondern soll sich auch im internen Bereich unter den Kollegen entfalten können. So versteht sich das Familienwerk: Als fairer und wertschätzender Arbeitgeber, der seine Fachkräfte schätzt und individuelle Entwicklungsmöglichkeiten begrüßt und unterstützt.
Um all die bewegenden Themen aus dem Verein anschaulich und summarisch vorstellen zu können, wurde den Besuchern zwischen den Veranstaltungspunkten eine Mini-Messe geboten. Die jeweiligen Einrichtungsleiter stellten zudem ihre aktuellen Aktivitäten und Herausforderungen vor.
Der große Festakt am Abend sorgte für rührende Momente und große Augenblicke. Gespickt mit einer Kinderdorftypischen Geschichte und von kleinen Talenten mal sportlich und mal forsch untermalt, bekamen die Gäste eine ganz besondere Jubiläumsfeier geboten. Interviews mit Experten und Partnern den Abend gelungen ab. Viele kleine Highlights sorgten für Kurzweil.
Die Geschichte eines Kinderdorfkindes, die von dem zehnjährigen Felias mutig vorgetragen wurde und für Gänsehautmomente sorgte, eröffnete das Event. Sympathisch und authentisch entwickelte sich die >>Erzählung des Abends<< dann weiter, indem verschiedene Kapitel in einem überdimensionalen Buch aufgeschlagen wurden. So erfuhren die Gäste auch von den wichtigen Partnern und den unverzichtbaren Förderern von der Kinderdorfhistorie bis heute.
Neben Andrea Schröder-Ehlers als Vertretung der Sozialministerin und Jens Böther als alteingesessener Bleckeder, ehemaliger Bürgermeister und amtierender Landrat, kam auch Professor Dr. Johannes Kemser zu Wort. Der Experte war früh in seiner beruflichen Karriere als Leiter des Albert-Schweitzer-Kinderdorfs in Alt Garge tätig und legte viele Grundsteine für den heutigen Erfolg und die bewährte familienangebundene Struktur.
Abschließend sorgte auch Reiner Schönebeck als ehemaliges Kinderdorfkind für Gänsehaut. Seite Geschichte war es, die zu Beginn von Felias verlesen wurde. Offen sprach er über seinen Werdegang und verkündete stolz, dass sein Beispiel zeige, welchen Wert das Kinderdorf hat und künftig auch behalten muss. Einen besonderen Dank sprach man auch den Spendern und Förderern aus, die all diese wichtige Arbeit erst möglich machten.
Zwischen den Programmpunkten sorgten die Komiker Dirk Tidenhup und Daniel Sprüngli für Auflockerung. Mit einem Augenzwinkern bewarben sie sich als Spaßbringer für das Kinderdorf und es oblag dem Publikum, ihre Eignung zu bewerten.
Welchen Stellenwert Kinderdorf nicht nur in der grundsätzlichen Alltagsbegleitung, sondern auch weit über die übliche Erziehungstätigkeit hinaus einnimmt, verdeutlichte auf sportlich-dynamische Weise die Tanzgruppe der Einrichtung. Mit ihren zwei Auftritten sorgten die tanzenden Jugendlichen für Begeisterung und sind selbst wieder um eine selbstbewusstseinssteigernde Erfahrung reicher. Eine Erfahrung übrigens, die ihnen nachhaltig bleiben und ihnen auf ihrem Weg sehr helfen wird.
So wurde der Festakt nicht nur für die Mitarbeitenden und Bezugspersonen des Albert-Schweitzer-Kinderdorfs Alt Garge zu einem Abschluss-Highlight des Jubiläumsjahres, sondern wird auch den zahlreichen begeisterten Gästen noch lang in Erinnerung bleiben.

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