Kreis Höxter (ozm) - Fast 10 000 Menschen haben im Jahr 2011 an den Blutspendeaktionen des DRK im Kreis Höxter teilgenommen. "Das ist eine großartige Zahl", lobte DRK-Kreispräsidiumsvorsitzender Friedhelm Spieker während der DRK-Kreisversammlung in Höxter.
Insgesamt 9 912 Blutspender kamen zu den 118 Blutspendeterminen. "Mit diesem Ergebnis konnten wir die Spenderzahl des Vorjahres um 190 Spender übertreffen. Vor dem Hintergrund, dass die Spenderzahl in vielen anderen Bereichen in NRW rückläufig ist, wirkt unsere Spendersteigerung um zwei Prozent um so mehr", sagte DRK-Vorstand Christian Lange. Erfreulich sei gewesen, dass 472 Erstspender zu den Blutspendeterminen in 2011 gekommen seien. Lange dankte besonders den vielen ehrenamtlichen Helfern, die die Spendetermine vor Ort organisierten.
Im Berichtsjahr führten die Ausbilderinnen und Ausbilder des Kreisverbandes wieder viele Menschen im Kreisverbandsgebiet in die Kenntnisse und Fähigkeiten zur Lebensrettung ein. Es wurden 63 Lehrgänge "Erste Hilfe" mit 1 044 Teilnehmern, 46 Lehrgänge "Erste-Hilfe-Training" mit 680 Teilnehmern, acht Lehrgänge »Erste-Hilfe am Kind« mit 115 Teilnehmern, 79 Lehrgänge „Lebensrettende Sofortmaßnahmen" mit 1 071 Teilnehmern und drei Lehrgänge "Frühdefibrillation" mit 22 Teilnehmern durchgeführt. Christian Lange: "Die Ausbilder des Kreisverbandes wiesen somit 2 932 Personen in die ersten Maßnahmen bei Notfällen ein. Das waren 511 mehr als im Vorjahr."
Ein Lob gab es in der Jahresversammlung für die Rotkreuz-Einsatzeinheit: Sieben Einsätze und eine Alarmübung bewiesen, dass auf das DRK im Kreis Verlass ist. Das Einsatzjahr begann mit einem Betreuungseinsatz in Beverungen anlässlich eines Hausbrandes. Dann gab es eine Alarmübung am Eggetunnel Willebadessen. 44 Helferinnen und Helfern rückten zudem zum Gasalarm nach Bad Driburg aus. DRK-Vorstand Lange: "Die Evakuierung, Betreuung und Verpflegung der Bevölkerung wurde vorbildlich durch das DRK sichergestellt. Bei diesem Einsatz waren 517 Personen betroffen, fünf verletzte Personen wurden zudem in das örtliche Krankenhaus gefahren. Auch wurden die rund 170 Einsatzkräfte der Feuerwehr durch die DRK Helfer versorgt."
Auch bei der Evakuierung anlässlich einer Bombenentschärfung in Holzminden wurde das DRK aus Höxter zur Hilfe gerufen. Bei der Frauenfußball-Weltmeisterschaft 2011 benötigte die sanitätsdienstliche Absicherung im Bereitstellungsraum durch heimische DRK-Helfer: "Nur durch die Bereitschaft unserer Helferinnen und Helfer, viele ehrenamtliche Stunden in Ausbildungsnachmittagen, Schulungen an der Landesschule und Übungen zu absolvieren, ist ein reibungsloser Einsatzablauf zu garantieren", sagten DRK-Präsidiumsvorsitzender Spieker und Vorstand Lange.
Erfreulich ist auch, dass die Teilnehmerzahl des wöchentlichen Angebotes in der Altentagesstätte leicht gesteigert werden konnte. Die erfolgreiche Arbeit, die Helga Weißbrodt seit Jahrzehnten in der Altentagesstätte geleistet hat, wird seit ihrem Abschied von Erna Blessmann mit hauptamtlicher Unterstützung fortgesetzt.
Besonders stolz ist das DRK Höxter auf seine Therapiehundeteams. Michal Larusch, Kathrin Welling und Giesela Mahrenholz-Wiehe haben mit ihren Therapie-Hunden 77 Einsätze in Senioren- und Behinderteneinrichtungen absolviert und den Menschen damit sehr viel Freude bereitet, so Christian Lange in seiner Bilanz. "Auch haben unsere drei Therapiehundeteams im Rahmen des Kinderferienprogramms in Höxter einen erlebnisreichen Tag organisiert."
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