Kreis Höxter: 3.830 Arbeitslose – 259 weniger als im April

Kräftenachfrage weiter auf hohem Niveau

Kreis Höxter (oz) - Die anhaltende konjunkturelle Dynamik und weitere jahreszeitliche Entlastungen führten im Kreis Höxter zu einem erneuten spürbaren Abschmelzen der Arbeitslosigkeit. Die Arbeitslosenzahl reduzierte sich im Laufe des Mai um 259 oder 6,3 Prozent auf 3.830.

Die Arbeitslosenzahl des Vorjahres wird im Kreis Höxter jetzt um 666 oder 14,8 Prozent unterschritten, ebenso die Maizahl des Boomjahres 2008 (minus 808 oder 17,4 %). Niedriger war die Arbeitslosigkeit in einem Mai zuletzt 1992 mit 3.507 Betroffenen. Tendenziell setzte sich die positive Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt im Kreisgebiet im Mai weiter fort.

„Der Rückgang der Arbeitslosigkeit erreichte im Mai in etwa das jahreszeitlich übliche Niveau und entsprach somit den Erwartungen", so Agenturchef Rüdiger Matisz zu den aktuellen Arbeitsmarktdaten. „Weiterhin wirkt die gute Konjunktur positiv auf den Arbeitsmarkt im Kreis Höxter. Die Arbeitsvermittler/innen der Arbeitsagentur und des Jobcenters können derzeit auf eine Vielzahl von freien Arbeitsstellen zugreifen, und so gelingen zahlreiche Jobvermittlungen. Allein in den vergangen vier Wochen konnten 450 Arbeitslose durch Aufnahme einer Erwerbstätigkeit die Arbeitslosigkeit beenden. Im Juni", so der Agenturchef, „rechne ich mit einem weiteren Rückgang der Arbeitslosigkeit. Zuversichtlich für die kurz und mittelfristig Zukunftseinschätzung stimmt mich die lebhafte Nachfrage nach Arbeitskräften. Besonders aufnahmefähig sind die metallverarbeitenden Unternehmen. Auch Maler, Elektriker, Fahrer sowie Verkaufs- und Pflegeberufe sind gefragt." Seit Jahresbeginn wurden dem gemeinsamen Arbeitgeber-Service von Agentur und Jobcenter Kreis Höxter 1.370 freie Stellen gemeldet, 31 Prozent mehr als im entsprechenden Vorjahreszeitraum.

Die Arbeitslosenquote verringerte sich im Kreisgebiet von 5,6 auf 5,3 Prozent; im Mai 2010 lag die Quote noch bei 6,2 Prozent. Am günstigsten ist die Quote weiterhin im Geschäftsstellenbezirk Warburg mit 4,9 Prozent (Vorjahr 5,6 %). Hier verringerte sich die Arbeitslosigkeit von April auf Mai um 71 oder 6,6 Prozent auf 1.009. Gegenüber dem Vorjahr ist das ein Rückgang um 126 oder 11,1 Prozent. Im Geschäftsstellenbezirk Höxter beträgt die Quote 5,4 Prozent (Vorjahr 6,4 %). Die Arbeitslosigkeit ging im Mai um 188 oder 6,2 Prozent zurück; der Vorjahreswert wird hier um 540 oder 16,1 Prozent unterschritten.

Im Mai meldeten sich aus dem Kreis Höxter 753 Personen neu oder wieder arbeitslos; 73 weniger als im April und 239 weniger als im Mai 2010.

1.011 Männer und Frauen konnten ihre Arbeitslosigkeit beenden; 126 weniger als im April und 322 oder 24,2 Prozent weniger als im Mai des Vorjahres.

Im Bereich der Arbeitslosenversicherung (SGB III - Arbeitslose) konnte die Arbeitslosenzahl im Mai um weiter 174 Personen oder 11,9 Prozent auf 1.285 abgebaut werden. Gegenüber dem Vorjahr errechnet sich jetzt ein Minus von 276 oder 17,7 Prozent.

Im Bereich der Grundsicherung (SGB II - Arbeitslose) reduzierte sich die Arbeitslosigkeit im Mai um 85 (minus 3,2 %) auf 2.545. Die Vorjahreszahl wird hier um 390 oder 13,3 Prozent unterschritten. Aktuell entfallen 66,4 Prozent der Arbeitslosen im Kreis Höxter auf den Bereich der Grundsicherung (Vorjahr 65,3 %).

Auch im Kreis Höxter konnte die Jugendarbeitslosigkeit (unter 25 Jahren) überdurchschnittlich stark abgebaut werden, und zwar um 37 oder 8,8 Prozent auf 385. Die Vorjahreszahl wird um 107 oder 21,7 Prozent unterschritten. Die Arbeitslosenquote bei den Jugendlichen beträgt aktuell 4,5 Prozent; im Vorjahr waren es 5,7 Prozent.

Bei den Älteren (über 50 Jahre) konnte die Arbeitslosigkeit im Mai um 52 oder 3,8 Prozent abgebaut werden. Bei 1.304 Betroffenen wird der Maiwert des Vorjahres um 73 (minus 5,3 %) unterschritten.

Die Zahl der Langzeitarbeitslosen konnte im Kreis Höxter zuletzt nicht weiter reduziert werden, sie stieg um 10 auf 1.263. Der Vorjahreswert wird allerdings um 265 oder 17,3 Prozent unterschritten.

Die Kräftenachfrage lag auf dem Niveau des Vormonats. Mit 303 neuen Stellenmeldungen wurde das Vorjahresergebnis um 32 oder 11,8 Prozent übertroffen.

Der Bestand an unbesetzten Stellen lag am Monatsende mit 660 um 187 über dem Vergleichswert des Vorjahres (plus 39,5 %).

Die Schwerpunkte des Kräftebedarfs lagen zuletzt bei den Fertigungsberufen (312 unbesetzte Stellen) – hier überwiegend in den Metall- u. Elektroberufen = 181, den Bau- und baunahen Berufen = 59 und den Ernährungsberufen = 31), bei den Verkehrsberufen (54), den Gesundheitsdienstberufen (51), den Organisations-, Verwaltungs- und Büroberufen (49), den Waren- und Dienstleistungskaufleuten (47), den Technischen Berufen (37) und bei den Sozial- und Erziehungsberufen (35).

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