Heyerode (red) - Auf dem Holzlagerplatz am „Alten Bahnhof" in Heyerode fiel jetzt der Startschuss für den Bau des Radweges zwischen der Eichsfeldgemeinde und Langula.
Gemeinsamer Spatenstich: (v.l.) Rolf Schuchardt vom ausführenden Bauunternehmen „Giebel-Bau“, Dieter Bolte von der VG Vogtei, Niederdorlas Bürgermeister Eberhard Schill, Sabine Kamke vom Regionalmanagement Unstrut-Hainich, Landrat Harald Zanker sowie Langulas Bürgermeister Uwe Fritzlar.
© Lra
Damit wird eine weitere Lücke im Unstrut-Werra-Radweg geschlossen. „Ein langer Weg liegt hinter uns.“, meinte Sabine Kamke vom Regionalmanagement Unstrut-Hainich als zuständige Mitarbeiterin für die Radwegeplanung und deren Bau im Unstrut-Hainich-Kreis. „Circa zwei Jahre vergingen mit den Vorbereitungen für die Umsetzung des im Thüringer Radverkehrskonzept benannten Radfernweges. Wir sind sehr froh, dass durch die gute Zusammenarbeit zwischen der Thüringer Aufbaubank, den verantwortlichen Ministerien, den Gemeinden Langula und Niederdorla und uns heute der Baubeginn offiziell vollzogen werden kann.“, meint sie weiter. Um die Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer noch zu erhöhen, wurde eine „straßenferne Trassenführung“, nämlich die des Unstrut-Werra-Radweges, auf die alte Bahnstrecke bevorzugt. Auf knapp 6 Kilometern zwischen Langula und dem „Alten Bahnhof“ in Heyerode wird nun damit auch eine Entflechtung zu den Forstwegen vorgenommen. Für die Radler ergibt sich außerdem der Vorteil, dass die Strecke angenehmer – also „Pedalritterfreundlich“ zu befahren ist. Ab dem Ortsausgang von Langula werden parallel zur Landesstraße L1016 650 Meter Weg asphaltiert. Die übrigen Wegabschnitte, welche vorwiegend durch den Wald verlaufen, werden umweltgerecht mit einer sandgeschlämmten Decke versehen. Diese Kompromisse wurden dem Naturschutz zu Liebe, aber auch als Auflage der Eigentümer zur Umsetzung des Radweges eingegangen. Für den Fördermittelantrag mussten jedoch im Vorfeld unzählige Gespräche mit Gemeinden, Eigentümern, Ministerien, Behörden und Institutionen geführt werden. Es galt weiterhin bürokratische Hürden zu überwinden, Verträge abzuschließen, diverse Auflagen zu erfüllen und auch mehrmals die bereits vorhandene Planung zu überarbeiten. Dem lag jedoch eine bereits positiv beschiedene Fördermittel-Voranfrage zu Grunde, die Hoffnung auf eine neunzig prozentige Förderung machte. Für das Regionalmanagement und alle Beteiligten hat sich der zähe Kampf aber am Ende gelohnt. Mit Beginn der Radsaison 2011 rollen mit Sicherheit viele Räder zwischen Langula und Heyerode in Richtung Treffurt zur Werra, die möglichst eine Rast in der Gaststätte am „Alten Bahnhof“ einlegen werden.
Noch keine Kommentare vorhanden