Erfurt (dp) - Kann heute Fotografie und Film dem Anspruch gerecht werden, etwas völlig Neues zu zeigen?
Through the khimar heißt die Fotoserie von JOHANNES HEINKE. Sie geht der Frage nach: „Wie fühlt es sich an, sich mit durchsichtigem Stoff vor den Augen durch eine Stadt zu bewegen?“ Die Fotos entstanden 2011 in Damaskus, wo die Frauen vollständig verschleiert waren und selbst die Augen vom schwarzen Niqab verhüllt wurden.
© dpOder ist nicht die Frage entscheidend, wie die vorhandenen Bilder unsere Welt ordnen und unsere Wahrnehmung lenken? Die Menge der Bilder, die uns täglich in den Medien, der Werbung und Nachrichten angeboten werden, wächst ständig. In gleicher Weise vermehren sich Bilder, die wir selber digital erstellen und auf unseren Festplatten ablegen. Die Masse dieser Bilder macht deutlich, dass sie bestimmten Mustern folgen, die das Dargestellte einer Ordnung unterwerfen. Dieser Konstruktionscharakter bleibt meist verborgen. Wie greifen Fotografen und Videokünstler vorhandene Bilder auf und rekombinieren sie? Existente Bilder werden zitiert, oder selbstreflexive Bildstrategien zeigen auf, warum eine Fotografie oder Film als „wahr“ oder „authentisch“ gilt. Mit FOCUS I öffnet sich das Kunsthaus Erfurt konsequent den Neuen Medien in der Kunst. Mit Arbeiten von fünf jungen Fotografen und Videokünstlern, alle Absolventen der Bauhaus-Universität Weimar, bietet die Ausstellung einen Einblick in ihr künstlerisches Spektrum. Die preisgekrönten und vielfach ausgestellten Künstler zeigen, dass in Thüringen auf internationalem Niveau Kunst entsteht. Die Ausstellung ist gegenwärtig und bis zum 4. Mai im Kunsthaus Erfurt, Michaelisstr. 34 zu sehen. Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag: 12:00 bis 18:00 Uhr, Sonnabend: 12.00 bis 16.00 Uhr.
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