Gefahr auf einsamen Straßen

Mehr Wildunfälle durch Rehe in der Paarungszeit

Hildburghausen (wotan) - Nach einer Hochrechnung des Deutschen Jagdschutzverbandes ereignen sich jährlich mehr als 230.000 Wildunfälle, von denen über 200.000 durch Rehe verursacht werden. Besonders während der Paarungszeit sind die sonst scheuen Tiere eine Gefahr auf den Straßen.

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In der Paarungszeit ein Verkehrsrisiko

© Foto: wotan

Wildunfälle können prinzipiell das ganze Jahr und zu jeder Tageszeit passieren, wobei in der Morgen- und Abenddämmerung ein größeres Risiko besteht, mit Wild auf Straßen zu kollidieren.
Das sonst eher scheue Rehwild lässt in der Paarungszeit Juli/August jede Vorsicht vermissen und wird für unaufmerksame Kraftfahrer zum Problem. Im Landkreis Hildburghausen ereigneten sich in der letzten Woche zahlreiche Wildunfälle, welche von Rehen verursacht worden sind.
Am 26. Juli 2012 gegen 19.45 Uhr lief auf der Landstraße zwischen Kloster Veßra und Zollbrück ein Reh in einen Ford Galaxy. Auf der Bundesstraße zwischen Eisfeld und Hirschendorf kollidierte am 27. Juli 2012 gegen 03.00 Uhr ein Reh mit einem BMW. Am 30. Juli 2012 gegen 05.45 Uhr stieß ein Reh auf der Kreisstraße zwischen Bürden und Brünn mit einem Honda Civic zusammen und gegen 13.30 Uhr desselben Tages lief auf der Landstraße zwischen Leimrieth und Hildburghausen ein weiteres Reh in einen Seat Leon.
Wildunfälle sind umgehend beim zuständigen Wildhüter, Jagdaufseher oder Jagdpächter zu melden, was am einfachsten durch eine Meldung bei der Polizei erfolgen kann. Diese sind auch berechtigt, die für die Versicherung erforderliche Unfallbescheinigung auszustellen.
Verletzte Tiere sollte man nicht anfassen, sie können aggressiv reagieren oder von Tollwut befallen sein. Das Mitnehmen getöteter Tiere würde den Tatbestand der Wilderei erfüllen.
Durch eine vorsichtige Fahrweise kann die Gefahr von Wildunfällen gemindert werden, so angepasste Geschwindigkeit und das Beobachten der Fahrbahnränder. Wenn ein Tier die Fahrbahn überquert hat, ist mit Weiteren zu rechnen. Fahrzeugführer sollten stark abbremsen, wenn Tiere auf der Fahrbahn sind, keinesfalls mit starken Lenkbewegungen versuchen, auszuweichen. Eine eventuelle Frontalkollision ist am ungefährlichsten für den Kraftfahrer.

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