Einheitsverband der Jungsozialisten in Südthüringen

Jusos-Kreisverbände gründeten Jusos Südthüringen in Meiningen

Meiningen (wotan) - Am 20. Juli 2012 fusionierten in Meiningen die Jusos Schmalkalden-Meiningen und Suhl mit den Jusos Hildburghausen zu den Jusos Südthüringen.

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Jusos und Gäste vor dem Meininger Schloss

© Foto: wotan

Getreu dem Motto „Einigkeit macht stark“ schlossen sich die Jusos-Kreisverbände zu einer Dachorganisation zusammen und gaben ihr den Namen „Jusos Südthüringen“.
Jedes SPD-Mitglied unter 35 Jahren ist automatisch Juso und seit 1994 gibt es zusätzlich eine „Juso-Mitgliedschaft“ für Jugendliche und Erwachsene unter 35 Jahren. Im November 2011 hatten die Jusos bundesweit etwa 70.000 Mitglieder. Politisch wird unter einem linken und einem pragmatischen Lager unterschieden. Die linke Strömung unterteilt sich noch einmal in das „Netzwerk Linkes Zentrum (NWLZ) und die „Traditionalisten“ (Tradis), zu denen auch der von Markus Giebe geführte Landesverband Thüringen gehört.
Die rechtliche Stellung der Jusos ist im Vergleich zur Jungen Union, die als selbständiger Verein organisiert ist, eher schwach, da sie als Arbeitsgemeinschaft der SPD deren Organisationsgewalt unterliegt. Die Jusos sind Mitglied der Sozialistischen Jugendinternationalen IUSY und der Europäischen Jungsozialisten ECOSY.
Die Jusos entstanden aus der „Jugend-Sektion“ des „Sozialistischen Vereins München“, die am 03. Februar 1914 gegründet wurde und sich die Bildung junger Arbeiterinnen und Arbeiter als Hauptaufgabe stellte. 1931 löste die SPD nach innerparteilichen Streitigkeiten die Jusos auf. Im Jahr 1946 erfolgte deren Wiedergründung, wobei ehemalige Frontsoldaten zunächst die Mehrheit stellten. Im Jahr 1969 vollzogen die Jusos eine „Linkswende“ von einer braven, angepassten Parteijugend zu einem linken politischen Verband und erreichten 1973 die Rekordmitgliederzahl von 300.000, was etwa 30 Prozent der SPD-Mitglieder bedeutete. Prominentester Juso-Vorsitzender war 1978 kurzzeitig der spätere Bundeskanzler Gerhard Schröder.
Seit dem 20. Juni 2010 ist Sascha Vogt Bundesvorsitzender der Jusos und vertritt ihre Rolle als inhaltliche Triebfeder innerhalb der SPD sowie die Zusammenarbeit mit gesellschaftlichen Bündnispartnern, zum Beispiel den Jugendorganisationen der Gewerkschaften oder den Initiativen zur Verhinderung von Naziaufmärschen.

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Michael König von den Jusos Hildburghausen

© Foto: wotan

In der Fusionsversammlung zu den Jusos Südthüringen hob der bisherige Kreisvorsitzende von Schmalkalden-Meiningen und Suhl - Stephan Danz – hervor, im Jahr 2007 habe niemand damit gerechnet, Wahlen zu gewinnen. In der Jugendarbeit der SPD sei es wie im Wintersport, die Besten Thüringens kämen aus dem Süden. Man habe gelernt, über den eigenen Tellerrand hinauszuschauen. Ein Problem wäre, dass immer, wenn es gut gelaufen sei, Mitstreiter durch Wegziehen verloren gingen. Zum Landesverband gab und gäbe es gute Kooperationsbeziehungen und mit dem Kreisverband Hildburghausen wurden große Gemeinsamkeiten gefunden, bei den Landratswahlen an einem Strang gezogen.
Michael König, ehemaliger Kreisvorsitzender der Jusos Hildburghausen verwies auf den Kampf gegen Rechtsextremismus, der sich zeitweise in Schleusingen breit gemacht habe. Die Thüringer Landesregierung unter Althaus hätte damals rechte Gefahren totgeschwiegen. Die SPD trete in der jetzigen Thüringer Regierung für eine schonungslose Offenlegung des rechten Terrors ein. Die Jusos würden ihren Schwerpunkt auf die Einbindung junger Menschen legen, Demokratie Solidarität und soziale Gerechtigkeit seien die Säulen des Programms.

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Fraktionsvorsitzender Uwe Höhn beim Grußwort

© Foto: wotan

Fraktionsvorsitzender Uwe Höhn betonte, dass die Jusos schon immer in der SPD das vorwärtstreibende Element waren, was gelegentlich auch zu Auseinandersetzungen geführt habe. In der Koalition mit der CDU müsse sich die SPD nicht verstecken, sie sei bei der Bildungspolitik die dominierende Kraft, habe das KiTa-Gesetz auf den Weg gebracht und die Gemeinschaftsschule, auch wenn da noch nicht alles laufe. Mit der Forderung der Landesregierung nach gesetzlicher Regelung des Mindestlohns sei bundesweit Aufsehen erregt worden.
Weitere Grüße überbrachten der Vertreter der Gewerkschaft Thomas Steinhäuser und der Meininger Bürgermeister Fabian Giesder. Eine Grußadresse der Bundestagsabgeordneten Iris Gleicke ist verlesen worden. 
Zum Vorsitzenden der Jusos Südthüringen wurde Christoph Zimmermann aus Breitungen gewählt. Der 19-jährige zukünftige BWL-Student an der Fachhochschule Schmalkalden war Landesschülersprecher und ist seit 2009 bei den Jusos. Michael König wurde einer der Stellvertreter, während Stephan Danz für ein Amt in der SPD vorgesehen ist.

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