Der Mazda 323 BD1 wird im Leipziger AMI Messe-Foyer, im Bereich der Rolltreppen unter der sog. Glaskuppel, neben weiteren Old- und Youngtimern zu sehen sein.
© Foto: privatGera (pt) - Vom 01. bis 10.06.2012 die diesjährige "Auto Mobil International" AMI auf dem neuen Leipziger Messegelände statt. Im Rahmen der einzigen großen Autoshow in diesem Jahr 2012 auf deutschem Boden, vor allem aber aufgrund des Jubiläums "60 Jahre VDIK" (Verband der Importeure von Kraftfahrzeugen in Deutschland), wird sich auch die Mazda Motors (Deutschland) GmbH mit einem Fahrzeug an der Sonderschau von Importeur-Exponaten beteiligen. Das Autohaus Andreas Jokisch stellt einen Orginal-erhaltenen, mehr als 30 Jahre alten Mazda 323, der in die DDR verkauft wurde aus.
Geschichte des Mazda 323 BD1
Durch die ehemalige SED-Staatsführung wurden zur Linderung von Bestellzeiten (mit bis zu 18 Jahren Wartezeit auf neue Pkw) im Frühjahr 1981 insgesamt 10.000 Mazda 323 in die DDR eingeführt. Das Modell wurden in lediglich 4 Metallic-Lackierungen angeboten. Die Auslieferung erfolgte damals vor allem an Besteller von Dacia- und Lada-Modellen, zum Teil auch an Wartburg-Besteller.
Jene, welche ein solches Modell erwarben, konnten sich glücklich schätzen. Lag der Preis für diese Mazda 323 regulär zunächst bei etwa 24.500 Ostmark (nicht wesentlich mehr als z.B. für einen Lada 1300), so boomte der "Schwarzmarkt" in den Folgejahren erheblich. Neuwertige Modelle wurden für 65.000 - 70.000 Ostmark und am Ende der 80-er Jahre immerhin noch für durchschnittlich 50.000 Ost-Mark verkauft.
Zum Vergleich: Die meisten DDR-Bürger(innen) verdienten in ihrem regulären Arbeitsverhältnis in der Regel unter 1.000 Ostmark im Monat.
Ähnliche "Aktionen" gab es bereits Ende der 70er, als insgesamt 20.000 VW Golf I und kurz nach Einführung des Mazda 323 nochmals knapp 10.000 Citroen-Modelle des Typ's "PSA Pallas" aus Frankreich importiert wurden.
Andere Fahrzeuge aus "westlicher Produktion" kamen an sich lediglich über die Organisation "Genex" in die damalige DDR; ein Ableger des sog. "Imperhandels" ! Hier hatten Personen im Westen Deutschlands die Gelegenheit, die Wunschfahrzeuge ihrer ostdeutschen Verwandschaft in "harter Währung" (also DM) zu zahlen. Das jeweilige Auto wurde dann, sozusagen mit "normaler" Wartezeit, in der DDR an die "Ostverwandtschaft" ausgeliefert. Auf diesem Wege gelangten ab 1984 z.B. auch diverse VW Golf II in die DDR !
Technische Details zum Geraer Mazda 323 Typ BD1
1. Eigentümer/ Halter (1981 - 1996): Walter Kaden, Berlin
2. Eigentümer (seit 1996): Andreas Jokisch, Gera
Noch keine Kommentare vorhanden