LWL macht Ausstellungen in Videos und virtuellen Rundgängen zugänglich

Digitale Kultur statt Corona-Koller


Bild anzeigen

Das LWL-Landesmuseum für Klosterkultur, Stiftung Kloster Dalheim wirft auf seinen Social-Media-Kanälen einen Blick auf das "rechte Maß", wie es in der Regel des Heiligen Benedikt formuliert ist.

© Foto: LWL/Lechtape

Westfalen (wrs) - Am besten zuhause bleiben, lautet die Empfehlung in der Corona-Krise. Deshalb sind Museen wie alle anderen Freizeitangebote geschlossen. Um für Kulturinteressierte ein wenig Abhilfe zu schaffen, baut der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) das digitale Angebot seiner Kultureinrichtungen aus. "Gerade in Krisenzeiten ist es uns wichtig, die Menschen in Westfalen-Lippe auch weiterhin mit kulturellen Angeboten zu versorgen", so die LWL-Kulturdezernentin Dr. Barbara Rüschoff-Parzinger. Täglich kommen neue Angebote dazu, die der LWL auf der Website www.lwl-kultur.de/de/kultur-digital/ und www.lwl.org veröffentlicht. Die Angebote reichen von Kurzvideos zu einzelnen Ausstellungstücken über Panoramabilder der wichtigsten Museumsräume und Podcasts über historische Themen bis hin zu 3D-Rundgängen durch die Dauerausstellungen der Museen. Auch der Gratis-Download sonst kostenpflichtiger Filme ist möglich.

Das LWL-Archäologiemuseum in Herne (www.lwl-landesmuseum-herne.de/multimediaguide/virtueller-rundgang) und das LWL-Römermuseum in Haltern am See (www.lwl-roemermuseum-haltern.de/fuehrungen-und-co/virtueller-rundgang) bieten auf ihren Websites jeweils einen 3D-Rundgang durch die Dauerausstellung an. Außerdem führt das Team des LWL-Archäologiemuseums auf seinem YouTube-Kanal und in den sozialen Medien virtuell durch die Sonderausstellung "Pest!". Das Programm ermöglicht kurze Ausflüge zu einzelnen Exponaten und bietet eine komplette Führung in mehreren Folgen. Es richtet sich an alle Altersgruppen, und die Kinder werden aufgerufen, den Museumsmaulwurf Kalle mit Ideen von zu Hause aus zu unterhalten. Abzurufen sind die Videos auf YouTube oder unter #PestaufSendung in den Sozialen Medien wie Twitter, Facebook, Instagram.

Auch das Team des LWL-Römermuseums hat sich für seine Online-Besucherinnen etwas Besonderes einfallen lassen: Ab sofort gibt es auf dem YouTube-Kanal des Museums unter dem Titel "Römer allein zu Haus" virtuelle Führungen. Darüber hinaus stehen online Vorträge zur Verfügung, die im LWL-Römermuseum stattgefunden haben. Im 3D-Rundgang auf der Website können Besucher durch das Westtor schreiten und sich die Exponate der Dauerausstellung von allen Seiten in Ruhe anschauen. Abzurufen sind die Videos von Rundgängen in "römischer" Begleitung und von Vorträge auf YouTube oder unter #RömerAlleinzuHaus.

Digitale Besucherinnen des LWL-Museums in der Kaiserpfalz in Paderborn können den Aufbau der neuen Sonderausstellung "Leben am Toten Meer - Archäologie aus dem Heiligen Land", die vom 8. Mai bis 11. Oktober zu sehen sein wird, auf Instagram und Facebook unter #LebenamTotenMeer mitverfolgen.

Die virtuellen Besucher der drei archäologischen Museen des LWL werden in den Sozialen Medien um ihr Feedback gebeten und können zum Teil mit eigenen Ideen das Programm mitgestalten. Einen Blick hinter die Kulissen der archäologischen Museen gewähren außerdem die Blogs der drei archäologischen Museen des LWL: www.lwl-landesmuseum-herne.de/blog, www.blog.lwl-roemermuseum-haltern.de, www.kaiserpfalz-paderborn.de/blog

In Zeiten von Corona steht auch der Alltag des LWL-Landesmuseums für Klosterkultur, Stiftung Kloster Dalheim (Kreis Paderborn) im Zeichen neuer Regeln und Routinen. Deshalb wirft das LWL-Landesmuseum für Klosterkultur in den kommenden Wochen mit seinen Beiträgen auf seinen Social-Media-Kanälen den Blick auf eine Regel, die über 1.500 Jahre alt und dennoch aktuell ist: die des Heiligen Benedikt. Das dort formulierte "rechte Maß" soll das klösterliche Leben prägen. Welche Parallelen gibt es zur aktuellen, unfreiwilligen allgemeinen Auszeit?
facebook.com/StiftungKlosterDalheim.LWL
instagram.com/lwl_klosterdalheim/?hl=de

Das LWL-Industriemuseum mit seinen acht Standorten in Westfalen-Lippe verstärkt während der Schließung in Corona-Zeiten die Aktivitäten auf seinen acht Facebook-Kanälen und zwei Instagram-Accounts. Sie stellen die Häuser zum Beispiel regelmäßig Objekte aus ihren Ausstellungen und der Sammlung vor und geben Einblicke in die Arbeit hinter geschlossenen Museumstüren.

Unter verschiedenen Hashtags wie #maschinenmittwoch oder #industrienatur zeigt das LWL-Industriemuseum Fotos und Videos von laufenden Maschinen sowie Tieren und Pflanzen, die auf den Arealen der Museumsstandorte leben. Auch Rätsel, Basteltipps und virtuelle Führungen sind geplant bzw. bereits im Angebot. So ist das LWL-Textilwerk Bocholt mit Sonntagsführungen in Form von Instagram-Stories an den Start gegangen (www.instagram.com/textilwerkbocholt).

Auf der zentralen Instagram-Seite des Industriemuseums ist regelmäßig "Quiztime" (www.instagram.com/lwlindustriemuseum). Hier will das LWL-Industriemuseum unter dem Hashtag "meettheteam" in den kommenden Wochen außerdem Mitarbeiter mit ihren Tätigkeiten vorstellen.

Ein virtueller Museumsbesuch ist bereits seit einigen Jahren im LWL-Industriemuseum Schiffshebewerk Henrichenburg möglich. Mit der Hebewerks-App können Interessierte auch vom Sofa aus 35 Stationen im Schiffshebewerk und im Schleusenpark Waltrop ansteuern. Der kostenlose Audioguide bietet Bilder, historische Filme Texte zur Geschichte der Bauwerke, zu ihrer Funktionsweise sowie zu Leben und Arbeit an Bord eines Binnenschiffs. Die App ist im Google Play Store erhältlich.

Das LWL-Industriemuseum Henrichshütte Hattingen hat auf seiner Homepage eine eigene Unterseite mit 360-Grad-Panoramen eingerichtet, so dass Interessierte die wichtigsten Orte des Museums virtuell erkunden können. www.lwl.org/industriemuseum/standorte/henrichshuette-hattingen/360-grad-panoramen

Das ist auch auf den Seiten des LWL-Industriemuseums Zeche Zollern in Dortmund möglich. Eine Medienfirma hat dem Museum Panoramen der Maschinenhalle und der Dauerausstellung "Keine Herrenjahre" zur Verfügung gestellt, so dass hier kleine virtuelle Museumsrundgänge möglich sind. Die Panoramen sind zu finden unter: www.lwl.org/industriemuseum/standorte/zeche-zollern/maschinenhalle oder www.lwl.org/industriemuseum/standorte/zeche-zollern/dauerausstellung/waschkaue

Das LWL-Museum für Naturkunde in Münster bleibt trotz seiner geschlossenen Museums- und Planetariumstüren mit seinen Besuchern in Kontakt. Verteilt über die Social-Media-Kanäle wie Facebook (facebook.com/LWLNaturkundemuseumMuenster) und Instagram (@lwlnaturkundemuseum) oder die Website (lwl-naturkundemuseum-muenster.de) bekommen Interessierte aktuelle Informationen und Einblick hinter die Kulissen des Museums. Zahlreiche Bereiche stellt das Museum mit Posts, Fotos oder Videos vor, darunter sind Buchvorstellungen, virtuelle Rundgänge durch die Ausstellungen oder Themen wie Spuren in der Stadt, Depot-Donnerstag, Faktenfreitag, Naturbeobachtungen mit muenster.observation.org und Lieblingsobjekte.
Für die Kinder richtet das Museum den "KidsCorner" ein, in dem junge Menschen zwischen 4 und 14 Jahren im Laufe der nächsten Tagen Mitmachaktionen für Zuhause finden, wie Bastelanleitungen, Mal- und Bastelvorlagen, Online-Wettbewerb, Quizze und Rätsel, Wissen für Kids oder Naturwissenschaft.

Das LWL-Museum für Kunst und Kultur in Münster plant für die kommenden Wochen unter #closedbutopen umfassende digitale Kunstvermittlungsformate, um das Museum auch in der aktuellen Zeit für die Besucherinnen "virtuell offen" zu halten. Erstmals zeigt das LWL-Museum eine Ausstellung zuerst online: Die Studio-Ausstellung "Karel Dierickx" wird zunächst in einem Film den Besuchern vorgestellt.
Weiter sind eine Fotoaktion, die Gestaltung eines Rätsels sowie ein Blick hinter die Kulissen des Museums geplant - diese Ideen spiegeln sich auch in den Wünschen der Nutzerinnen wider, die zu Beginn der Kampagne in den sozialen Medien erfragt wurden. Unter dem Stichwort "Sammlung" sind bereits jetzt die Höhepunkte der Sammlung auf der Homepage des Museums (www.lwl.org/LWL/Kultur/museumkunstkultur/) zu sehen.

Am 1. April sollte eigentlich mit der Saisoneröffnung im LWL-Freilichtmuseum Detmold die Sonderausstellung "Erzähl mir was vom Pferd!" starten. Da das Museum geschlossen bleiben muss, schaltet es dann eine Website frei, auf der die ganze Ausstellung online zur Verfügung steht. Das Museum hat die Seite www.vompferd.lwl.org zusammen mit dem LWL-Medienzentrum für Westfalen in erster Linie erstellt, um die Ausstellung auch für Besucherinnen zugänglich zu machen, die aufgrund von Mobilitäts- oder gesundheitlichen Einschränkungen nicht ins Freilichtmuseum kommen können.
Das LWL-Freilichtmuseum Detmold postet regelmäßig Aktuelles rund um "Erzähl mir was vom Pferd!" auf Instagram und Facebook.

Mit der Podcast-Reihe "Regionalgeschichte auf die Ohren" präsentieren die Historikerinnen des LWL-Instituts für westfälische Regionalgeschichte aktuelle Forschungsergebnisse verständlich und unterhaltsam. Zu hören sind die Podcast-Folgen unter www.lwl-regionalgeschichte.de/de/Projekte/podcast-reihe/

Alle Digital-Angebote sind auf der Website www.lwl-kultur.de/de/kultur-digital/ und auf www.lwl.org zu finden und werden ständig um weitere Angebote erweitert.

Möchten Sie diesen Artikel

Versenden Drucken
Anzeige

Diesen Artikel versenden

Absender-E-Mail:*
Empfänger-E-Mail:*
Nachricht:*

* Pflichtfelder