Ganz Diemelstadt geht endlich online

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Die NETCOM-Veranstaltungen mit Daniel Hecker (l.) und Bürgermeister Elmar Schröder
wurden sehr gut angenommen.

© Foto: Stadt Diemelstadt

Diemelstadt (wrs) - Im Rahmen von zwei großen Informationsveranstaltungen der NETCOM Kassel wurden über 300 Teilnehmer über den nunmehr abgeschlossenen Breitbandausbau in Diemelstadt informiert. Hierzu stand ein ganzes Team der NETCOM Kassel um Daniel Hecker Rede und Antwort, damit der Einstieg oder Übergang aus Altverträgen möglichst einfach gelingt. In Rhoden wird die Versorgung vom Hauptverteiler der Telekom erfolgen, während in den restlichen acht Stadtteilen und Laubach die NETCOM die Multifunktionsgehäuse mit Glasfaser erschlossen hat. Über die sogenannte letzte Meile mit den vorhandenen Hausanschlüsse der Telekom wird dann die 50 bis 100 Mbit schnelle Versorgung im Nahbereich gewährleistet. Als Bürgermeister Elmar Schröder 2012 in Diemelstadt im Rathaus einzog, konnte er sich nicht vorstellen, wie schlecht es um die Versorgung der Diemelstädter Stadtteile bestellt war: „Ich kam aus der hochmodernen Verwaltung der Stadt Paderborn, hatte von zuhause ein berufsbegleitendes Masterstudium über modernste Kommunikationssoftware über Internet an der Uni Dortmund absolviert und besaß damals schon 25 Jahre lang einen privaten PC. In Diemelstadt war zu diesem Zeitpunkt kein Kabelfernsehen verlegt (passive Infrastruktur), die privatisierte Telekom zeigte kein Interesse an Diemelstadt, das in der nördlichsten Randlage des Landes Hessen liegt und daher keine Rendite versprach. Diemelstadt ist zwar mit der Autobahn hervorragend verkehrstechnisch angebunden, war aber als weißer Fleck internettechnisch völlig abgehängt." Dass die Breitband GmbH mit den fünf Landkreisen und allen Kommunen mit Fördermitteln in Höhe von 145 Mio. Euro nach langwierigen EU-Ausschreibungen mit der NETCOM als Betreiber und der Weigand Bau als professioneller Bauunternehmer ganz Nordhessen erschließt, ist ein großer Segen gewesen. Hier gilt es aus Sicht der Stadt Diemelstadt auch einmal Danke zu sagen in Richtung Land und Landkreis sowie allen Beteiligten. Nachdem nun die Grundversorgung gesichert erscheint, konnte die Stadt das Gewerbegebiet Wrexer Teich noch an das Glasfasernetz mit einem eigenen Schacht anschließen. Außerdem wurde über einen Antrag der Stadt ein Förderbescheid in Höhe von 50.000 Euro bewilligt, damit eine Planung für die entlegenen Aussiedler und den zukünftigen FTTH-Ausbau (fire to the home, Glasfaser bis ins Haus) erfolgen kann. „Nachdem nun Diemelstadt endlich online geht und sowohl im Internet als auch verkehrstechnisch super versorgt ist, mache ich mir keine Bange über die Zukunft der Stadt. Der Trend in die Oberzentren abzuwandern wird sich aufgrund hoher Mieten, des Lärms und der schlechten Luft dort wieder relativieren, so dass Menschen ihren Lebensmittelpunkt da suchen werden, wo Lebensqualität vorliegt und das ist bei uns in der Region“, ist sich Bürgermeister Elmar Schröder sicher.

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