Pfingstmontag ist Weltmilchtag: Lage der Milchbauern

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Kühe machen keine Kurzarbeit. Die Corona-Krise hat auch den Milchmarkt durcheinander gebracht. Der Milchmarkt ist nach wie vor angespannt. In dieser Krise ist deutlich geworden, die Eigenversorgung ist ein hohes Gut.

© Foto: WLV

Höxter (wrs) - Immer am 1. Juni, findet der Weltmilchtag statt. Im Jahr 1957 hat die Ernährungsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) erstmals den Tag der Milch ausgerufen.

Wie sieht derzeit die Lage der Milchbauern aus?
Die Corona-Krise hat auch den Milchmarkt durcheinander gebracht. Die Verbrauchsgewohnheiten haben sich geändert. Vor der Corona-Krise ist ein beträchtlicher Anteil an Milchprodukten außer Haus verzehrt worden. Das hat sich kurzfristig geändert. „Plötzlich wurde nur noch zu Hause gegessen und getrunken. Kleinere Portionen, andere Zubereitung“, erläutert Antonius Tillmann, Vorsitzender des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes Höxter. „Nicht jede Molkerei konnte das liefern mit dem Effekt, was tun mit der Milch?“ Kühe würden aber keine Kurzarbeit machen. „Die Milch kommt und wenn sie nicht gut zu verwerten ist, sinken die Preise“, verdeutlicht Tillmann und weiter: In dieser Krise sei für alle deutlich geworden: „Versorgungssicherheit ist ein hohes Gut. Die regionale Eigenversorgung und die Stärkung der hiesigen Landwirtschaft muss wieder in den Mittelpunkt der deutschen und europäischen Agrarpolitik rücken“, so Tillmann.

Vor eine weitere Herausforderung stellt die Bauern das Wetter. Nun habe es mittlerweile das dritte Frühjahr in Folge zu wenig geregnet. „Zu wenig Regen, zu wenig Futter, entweder teuer Zukaufen oder weniger Tiere halten, oder die Stalltüren für immer schließen, bringt es der Vorsitzende auf dem Punkt.

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