Projekt „Kulturland isst“

Regionale Produkte für den Klimaschutz

Borgentreich (wrk) - Im neuen LEADER-Projekt „Kulturland isst – Nachhaltig ernähren: Region entwickeln und Klima schützen!“ der Bürgerinitiative (BI) Lebenswertes Bördeland und Diemeltal dreht sich in den kommenden zwei Jahren alles rund um klimafreundliche und regionale Ernährung. Ziel ist es, regionale Wirtschaftskreisläufe in den Mittelpunkt zu rücken, einen Beitrag zur Verkleinerung des ökologischen Fußabdrucks zu leisten und Highlights im Veranstaltungskalender durch die Ausrichtung von Feierabendmärkten zu setzen.

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Projektleiterin Vera Prenzel freut sich auf die Zusammenarbeit mit vielen regionalen Akteuren im neuen LEADER-Projekt "Kulturland isst" der BI.

© Foto: BI Lebenswertes Bördeland und Diemeltal e.V.

Im Fokus stehen dabei drei Städte im Kreis Höxter: die Hansestadt Warburg, Beverungen und Brakel. In Warburg werden die Feierabendmärkte, die dort bereits seit 2018 stattfinden, in die Verstetigung begleitet, in Beverungen und Brakel neu eingerichtet.
Verbraucherinnen und Verbraucher können neben dem gemütlichen Einkauf auf dem Markt durch verschiedene Mitmachaktionen interaktiv einiges über einen klimaschonenden Ernährungs- und Lebensstil erfahren. Regionale Herkunft, biologische Herstellung und Saisonalität sind wichtige Aspekte, auf die die Besucher beim klimabewussten Lebensmitteleinkauf achten können. Aber auch Fleischkonsum, Lebensmittelverschwendung und Verpackungsmüll werden thematisiert. Die Mitmachaktionen bieten Tipps und Ratschläge, bringen aber vor allem auch Produzenten und Verbraucher in den Dialog. Die Bewohner im Kreis Höxter können sich glücklich schätzen: hier gibt es noch Produzenten aus den verschiedensten Lebensmittelbereichen. Außerdem sind noch regionale Verarbeitungsstrukturen vorhanden. Damit diese erhalten bleiben oder ggf. sogar wieder neu aufgebaut werden, bedarf es der Unterstützung der Verbraucher. Nur, wenn die regionalen Produkte wertgeschätzt werden und ausreichender Absatz gesichert ist, können regionale Anbieter sicher wirtschaften.
„Neben den Mitmachaktionen sorgen aber noch weitere Aspekte für Unterhaltung“, berichtet Projektleiterin Vera Prenzel. „Die Besucher werden durch Auftritte heimischer Künstler, Sitzgelegenheiten und ein buntes Essens- und Getränkeangebot beim Markt zum Verweilen eingeladen.“ Sven Mindermann, Geschäftsführer der BI, ergänzt: „Das Format wurde schon vielerorts erfolgreich umgesetzt. Wir möchten nicht nur einmalige Aktionen veranstalten, sondern die Wochenmärkte langfristig stärken, zum Beispiel durch die Gewinnung von neuen Zielgruppen und Ausstellern.“

„Kulturland isst“ wird von der Bürgerinitiative Lebenswertes Bördeland und Diemeltal e.V. mit Sitz in Borgentreich umgesetzt und über LEADER, ein EU-Förderprogramm für den Ländlichen Raum zu 65% gefördert. Der Eigenanteil wird von der BI und den beteiligten Städten getragen. Begleitet und unterstützt wird die Umsetzung von vielen Initiativen, Vereinen und weiteren relevanten Akteuren der Region. In Warburg hat sich bereits eine Arbeitsgruppe gebildet, die in Vortreffen mit der Projektleitung die jeweiligen Märkte plant. Auch in Beverungen und Brakel sollen solche Arbeitsgruppen eingerichtet werden. Interessierte sind herzlich eingeladen, sich bei der Projektleiterin Vera Prenzel unter Tel. 05643/949870 oder info@bi-boerdeland.de zu melden.
Leider sind die Auswirkungen der Corona-Krise auch im Kreis Höxter allgegenwärtig. Der Feierabendmarkt in Warburg hat sich zu einer beliebten Veranstaltung entwickelt, die schon in die Kategorie „größere“ Veranstaltung fällt. Derzeit ist kein Direktverzehr an den Ständen möglich, was den Verweilcharakter stark beschneidet, und zudem sind die Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen außerordentlich hoch. Das Wohl und die Gesundheit der Besucher und Aussteller stehen aktuell an erster Stelle. Daher wird der bereits für Mai geplante Auftakt-Feierabendmarkt in Warburg zunächst nicht stattfinden können. Die BI ist jedoch mit den beteiligten Städten im Austausch und es wird bereits nach Ersatzterminen gesucht. Außerdem arbeiten die Beteiligten bereits an Aktionen, die gegebenenfalls bereits in der Zwischenzeit stattfinden können, damit regionale Produkte auch weiterhin in den Fokus gerückt werden. Derzeit stellt die BI auf ihrer Website Infos zur Verfügung, welche regionalen Anbieter aktuell Lieferservices anbieten und wo regionale Produkte auch weiterhin erworben werden können. Sobald es weitere Neuigkeiten gibt, werden diese in der Presse und ebenfalls auf der Website der BI (www.bi-boerdeland.de) bekanntgegeben.
Auch wenn das Projekt in diesen Zeiten vor einigen Herausforderungen steht, sieht die BI der Aufgabe positiv entgegen, die heimischen Anbieter zu stärken und ein noch größeres Bewusstsein für regionale Lebensmittel zu schaffen.

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