Abschied nach 22 Jahren

Schulleiter Martin Hagemann verabschiedet

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(v.l.) Dagmar Kieselmann, Vorstandsvorsitzende CWW, Martin Hagemann, Schulleiter Laurentius-Schule, Nicole Leifeld, Fachbereichsleitung Kinder und Jugendliche, Matthias Schmidt, Geschäftsführer Caritas Wohnen gGmbH und Vorstand CWW.

© Foto: CWW

Warburg (wrs) - Mehr als zwei Jahrzehnte hat Martin Hagemann die Laurentius-Schule geprägt. Er wurde nun vom Kollegium und der Schülerschaft der Schule, Kolleginnen und Kollegen sowie geladenen Gästen in den Ruhestand verabschiedet.

Matthias Schmidt, Geschäftsführer der Caritas Wohnen gGmbH, die Schulträger der Laurentius-Schule ist, würdigte in seiner Rede vor allem das Engagement Hagemanns für die Belange seiner besonderen Schülerinnen und Schüler: „Sie, lieber Herr Hagemann, haben stets den Einzelnen in den Mittelpunkt gestellt und dafür gekämpft, dass seine Stärken gesehen und gefördert werden“.

Martin Hagemann selbst schlug in seinem Rückblick einen weiten Bogen – und machte damit seinem Ruf als historisch belesener Mensch alle Ehre: „Im 19. Jahrhundert gab es Schiefertafel in den preußischen Schulen, heute haben wir Tablets und Apple TV in den Klassen. Und ich bin besonders stolz darauf, dass wir die erste Förderschule mit dem Schwerpunkt geistige Behinderung in NRW waren, die Medienscouts ausgebildet hat“. Technik und Digitalisierung hätten auch den Bereich der unterstützten Kommunikation vorangetrieben, so dass „von unseren Schülerinnen und Schülern niemand sprachlos bleibt und jeder eine Möglichkeit bekommt, sich auszudrücken und mitzuteilen“, so Hagemann.
Als Konrektor trat Hagemann 2000 in die Laurentius-Schule ein und übernahm acht Jahre später das Amt des Schulleiters. Seine Ausbildung lautete damals „Sonderschullehrer“. Während seiner Wirkungszeit konnte Hagemann viel bewegen. So arbeitete er intensiv mit anderen Schulen in Warburg zusammen und machte mit Zirkus-Projekten und Musical-Aufführungen die Laurentius-Schule zu einem Ort der Begegnung. Das Schulumfeld hat er mit Unterstützung des Trägers an die Bedarfe der Schülerinnen und Schüler kontinuierlich angepasst. Seinem Engagement sind die Neugestaltungen der Schulhöfe und der Turnhalle zu verdanken. Mit Hilfe von Spenden konnte auch eine neue Lehrküche eingerichtet werden. Wichtig war Hagemann stets, dass die Schule Profil zeigt, gut vernetzt ist und dass er als Schulleiter sein Kollegium hinter sich hat. „Ein Schulleiter kann nichts ohne sein Kollegium. Ich bin froh, dass ich ein solch engagiertes Team hatte. Sie haben stets die Lerninhalte individuell auf die Schülerinnen und Schüler angepasst und sich immer wieder etwas Neues einfallen lassen, um die Kompetenzen zu fördern. Ich danke Ihnen für die jahrelange vertrauensvolle Zusammenarbeit, bei der uns auch der Humor nie verloren gegangen ist“, sagte Hagemann.

Neben den Reden gab es mehrere Vorführungen mit Musik, Tanz und einem hohen Unterhaltungswert. Eine Percussiongruppe überzeugte mit flotten Rhythmen. Höhepunkt war das Stück „Die Lehrerkonferenz für Martin Hagemann“, die das Kollegium aufführte.

Martin Hagemann geht mit einem lachenden und einem weinenden Auge in den Ruhestand und zitiert zum Abschluss den österreichischen Arzt und Lyriker Ernst von Feuchtersleben: „Wenn Menschen auseinandergehen, so sagen sie: auf Wiedersehen!“.

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