Eisenach (sj) - Das nächste Treffen für Frauen, die nach DDR- Familienrecht geschieden wurden, findet am 6. Juni um 10.00 Uhr im Frauenzentrum in der Wartburgallee 12 statt.
In dieser Veranstaltung wird sich der Bundestagsabgeordnete Christian Hirte (CDU) den Fragen der Frauen stellen. Einmal im Monat findet im Frauenzentrum das Treffen der in der DDR geschiedenen Frauen statt. Informationen über die Termine erhalten Betroffene unter 03691/742262 oder bei der Gleichstellungsbeauftragten Ulrike Quentel unter 03691/670-160. Im Einigungsvertrag wurden keine Regelungen zum Versorgungsausgleich bei Ehescheidungen nach dem DDR-Familienrecht getroffen. Erst ab dem 1. Januar 1992 ist in den neuen Bundesländern bei einer Scheidung auch der Versorgungsausgleich geregelt. Insbesondere Frauen, die wegen Kinderbetreuung oder aus anderen Gründen nicht lückenlos erwerbstätig waren und häufig weniger als Männer verdienten, haben aus diesen Gründen eine geringe Rente. Nach vielen erfolglosen Klagen an und zahlreichen politischen Initiativen, die ergebnislos blieben, hat der Verein der in der DDR geschiedenen Frauen Beschwerde beim UN CEDAW Ausschuss (UN-Ausschuss für die Beseitigung der Diskriminierung der Frauen) eingereicht. Dort wird geprüft, ob eine Diskriminierung aufgrund des Geschlechtes und der Herkunft vorliegt.
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