Einblicke mit Jürgen Becker

Kabarettistischer Blick auf die Zukunft

Von Barbara Siebrecht

Beverungen – Mit seinem Programm „Die Ursache liegt in der Zukunft“ beleuchtet der bekannte Kabarettist Jürgen Becker aus dem Rheinland so manches, was heute im Argen liegt in der Beverunger Stadthalle.

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Jürgen Becker bearbeitet das Thema Zukunft.

© Foto: Siebrecht
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Der Kabarettist begeisterte 200 Zuschauer.

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Die Zukunft ist den Deutschen unheimlich. Das Volk, das die meisten Versicherungen hat, kann mit Unwägbarkeiten schlecht umgehen und macht sich sofort Sorgen. „Um die Zukunft zu kennen, hat der Mensch die Religionen erfunden“, behauptet Becker und meint, Jesus müsse wohl wegen der Auferstehung eine Reiserücktrittsversicherung gehabt haben. „Die Zukunft ist eben ungewiss, das ist das Markenzeichen der Zukunft“, sagt er und findet es beruhigend, dass die Corona-Pandemie der Menschheit gezeigt hat, dass er noch Teil der Natur und nicht Teil der Technik ist, denn ein echter Virus ist eben doch noch gefährlicher als ein Computer-Virus. Zukunftsangst ist zum Teil verständlich, meint der Rheinländer, denn was früher sicher war wie die Berufswahl, wäre in diesen schnelllebigen Zeiten eben nicht mehr sicher. Anderes würde sich zum Beispiel nur sehr wenig ändern, wie zum Beispiel die Digitalisierung auf den Ämtern, denn es gäbe auf dem Wartemarken zum Teil noch römische Zahlen. Auch das Homeschooling und das Homeoffice waren Themen für Becker und die „asozialen“ Medien. Auch die Digitalisierung verunsichere die Menschen zum Beispiel im Bezug auf Passwörter. Möglichst unsinnig sei gut, empfiehlt der Becker und hat sein Lieblingspasswort „Blutwurst“ jetzt mit dem rheinischen „Flönz“ ersetzt. „Da kommt keiner drauf“, ist er sich sicher. Der Kabarett-Abend war mit knapp 200 Gästen gut besucht, die mit viel Abstand im Zuschauerraum saßen. Ein durchdachtes Hygienekonzept sorgte für ein sehr sicheres Gefühl beim Publikum.

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