Bad Berka (DRF) - Im April war der an der Zentralklinik Bad Berka stationierte Intensivtransporthubschrauber der HDM Luftrettung gemeinnützige GmbH 83-mal im Einsatz. Der mit zwei Piloten, einem Notarzt und einem Rettungsassistenten besetzte Hubschrauber wird für den schnellen und schonenden Transport von lebensbedrohlich erkrankten oder verletzten Intensivpatienten zwischen Kliniken eingesetzt. Dazu ist er 24 Stunden täglich einsatzbereit.
Ein Intensivtransporthubschrauber der DRF Luftrettung vom Typ Bell 412 ist bereit für einen Einsatz
© Foto: DRF LuftrettungDer Hubschrauber mit Funkrufnamen „Christoph Thüringen“ ist mit allen medizintechnischen Geräten ausgerüstet, die für eine optimale Versorgung von Intensivpatienten notwendig sind. Darüber hinaus wird „Christoph Thüringen“ Tag und Nacht zur Rettung von Notfallpatienten eingesetzt. Innerhalb von 15 Minuten kann der Hubschrauber jeden Einsatzort im Umkreis von 50 Kilometern Luftlinie erreichen.
Bei nächtlichen Notfällen wird „Christoph Thüringen“ für die Versorgung und den Transport von Notfallpatienten direkt zum Einsatzort angefordert. Diese nächtlichen Einsätze werden nach besonderen Verfahren geflogen. Ausgebildete Einsatzkräfte vor Ort erkunden zunächst einen geeigneten Landeplatz. Sie prüfen, ob der Nahbereich und das Landegebiet hindernisfrei sind, kümmern sich um die Ausleuchtung und geben über Funk ihre Erkundungsergebnisse an die anfliegende Besatzung weiter. Die Besatzung entscheidet dann – nach einer Überprüfung der Informationen aus der Luft – ob die Landestelle geeignet ist und sicher angeflogen werden kann. Darüber hinaus führen die Hubschrauberbesatzungen Transporte von Früh- und Neugeborenen, Transporte von Transplantationsteams sowie intensivmedizinische Maximaltherapien wie zum Beispiel ECLA (extrakorporale Lungenersatztherapie), PECLA (pumpenlose arterio-venöse Lungenunterstützung) und IABP (intraaortale Pumpe zur Herzunterstützung) durch.
Die Hubschrauberärzte sind ausgebildete Fachärzte aus dem Bereich Intensivmedizin mit praktischer Erfahrung und hoher Kompetenz in der Notfallmedizin. Sie sind darüber hinaus nach den Richtlinien der DIVI (Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin) für die Durchführung von Intensivtransporten qualifiziert. Alle Rettungsassistentinnen und Rettungsassistenten verfügen neben ihrer rettungsdienstlichen Ausbildung über eine Zusatzqualifikation für Intensivmedizin.
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