Kirmes 2012 in Großobringen

Vor der „Beerdigung“ wird erst einmal richtig gefeiert

Großobringen (FSt/haw) - Wer in den Tagen vor dem zweiten Juliwochenende am Großobringer Tanzplan vorbeikommt, kann das  fleißige Treiben des Kirmesvereins beobachten. Hier findet ab dem 5. Juli die 22. Kirmes der Neuzeit (nach der so genannten Wende) auf dem Plan statt. Ein ganzes Jahr haben die Mitglieder des Vereins geplant und gearbeitet, um wieder zwei schöne Festwochenenden auf die Beine zu stellen. Natürlich können sie es jetzt kaum abwarten, bis es endlich so weit ist und sie wieder mit hoffentlich vielen Gästen das Kirchweihfest feiern können.

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Mit dem Stiefeleintrinken fängt alles an. Auch die Gleichberechtigung an diesem 2-Liter-Gefäß. 

© Foto: FSt

Bereits seit Anfang Juni treffen sich die Kirmesmädels, um die ganzen kleinen und großen Dinge rund um die Kirmes zu klären. Was wird das Beerdigungsthema in diesem Jahr? Welche Kostüme werden gebraucht? Wer hat die geschicktesten Hände zum Bändchen nähen? Diese und viele weitere Sachen gilt es alles zu erledigen. Was die jungen Damen natürlich mit „links“ hinbekommen. Für die meisten ist es nicht ihr erstes Kirmes-Jahr.

Aber nicht nur die Mädels sind fleißig wie die Bienchen. Auch die Kirmesburschen haben viel zu tun. Die Bühne muss aufgebaut, Lichterketten angebracht und der Plan zum Tanzen vorbereitet werden. Dies wird in Großobringen noch auf traditionelle Weise gemacht. Wochen vor der Kirmes wird der Tanzplan gepatscht. Hierfür sind noch Muskelkraft und Geschick gefragt. Mit  schwerem Holz wird ein Fichtennadel-Spreue-Gemisch so verdichtet, dass es absolut trocken, glatt, fest und tanztauglich wird.

Bevor in diesem Jahr mit dem Patschen angefangen werden konnte, brauchte der Plan eine Generalüberholung.  Die oberste Erdschicht wurde abgetragen und durch neue lehmhaltige Erde ersetzt.

Mit Lisa, Felix und Tim haben in diesem Jahr wieder 3 neue junge Leute den Weg in den 27-köpfigen Kirmesverein gefunden. Um Burschenvater Andreas Ulle werden wohl 7 Kirmespaare die Kirmesgesellschaft bilden.

In der Woche vor der Kirmes wird der Tanzplan noch mit Birken geschmückt, was die Mädels und Burschen gemeinsam machen. Und dann ist es endlich soweit, am Donnerstagabend wird beim traditionellen Stiefeleintrinken das erste kühle Kirmes-Bier getrunken. Hierzu sind alle Großobringer herzlich eingeladen.

Eigentlich braucht man in Großobringen jetzt nur noch tröpfelfreies Wetter. Dann kann es richtig losgehen!

 

Am Freitag, 6. Juli,  sorgt „Soundrausch“ für die richtige Musik. Motto der Party: „Als gäb‘s kein Morgen mehr“ getanzt. Die DJs  sorgen an diesem Abend für die schönen Klänge und an der 99-Cent-Theke gibt es die richtigen Getränke.

Der Sonnabend beginnt mit dem Ständchen durch das Dorf. Wie in den vergangenen Jahren,  so geben auch heuer die „Crash Beans“ die musikalischen Töne vor . Gestartet wird  um 8.00 Uhr am Tanzplan, danach zieht die Kirmesgesellschaft weiter durch das Dorf.

Das Eintanzen am Abend eröffnet „Atlantis“. Vorher startet traditionell der Umzug durch das Dorf mit den Scherkondetaler Blasmusikanten. Leider kann der Umzug nicht von der Vereinsfahne angeführt werden. Das originale Tuch von 1920 ist in die Jahre gekommen. Für ein neues Banner fehlt bislang das nötige Geld – knapp 4.000 Euro kostet eine originalgetreue Nachbildung.

Am Sonntag, 8. Juli, ab 10.00 Uhr beginnt nach dem Gottesdienst und der Kranzniederlegung am Kriegerdenkmal der Frühschoppen mit den „Scherkondetalern Blasmusikanten“. Ab 15.00 Uhr sind dann alle Kleinen eingeladen zum Kindertanz mit „DJ Lego. Auf dem Plan stehen mit vielen schönen Spielen und das Schminken der Kinder.

Der Auftakt zum Nachkirmeswochenende macht am Freitag, 20. Juli „Rockpirat“. Auch an diesem Abend gibt es wieder eine 99-Cent-Theke. Am Sonnabend wird „Huckepack“ aus Berlstedt durch den Abend begleiten mit schöner Kirmesmusik.

Leider wird in vielen anderen Orten am Kirmessonnabend nicht mehr die Tradition gepflegt und tanzbare „Kirmesmusik“ gespielt, sondern sehr oft nur noch Rockmusik für die Jugend. Dies zieht zwar mehr junge Gäste zum Fest, hat aber mit der eigentlichen Kirmes leider nichts mehr zu tun.

Nach Mitternacht gibt es die traditionelle Kirmesbeerdigung. Hier geben die Kirmesmitglieder ihre Bändchen ab... Das Thema ist natürlich bis zum Schluss streng geheim. Aber wer schon mal in Großobringen war, der weiß, dass sie sich wieder etwas ganz Besonderes haben einfallen lassen. Am Sonntag, 22. Juli, wird dann noch einmal zum Frühschoppen mit „Huckepack“ ab 10.00 Uhr eingeladen, um die Kirmes gemütlich ausklingen zu lassen.

 

Aus dem Programm

 

Haupt-Kirmes

 

* Do, 5. Juli

18:00 Uhr: Stiefeleintrinken

* Fr, 6.Juli            

22:00 Uhr: Disco mit Soundrausch „Als gäb‘s kein Morgen mehr“

* Sa, 7. Juli

8:00 Uhr: Ständchen mit den „Crash Beans“

20:00 Uhr: Umzug mit den „Scherkondetaler Blasmusikanten“

21:00 Uhr: Kirmestanz mit „Atlantis“

* So, 8. Juli          

9:00 Uhr: Gottesdienst mit anschließender Kranzniederlegung

10:00 Uhr: Frühschoppen mit den „Scherkondetaler Blasmusikanten“

15:00 Uhr: Kindertanz mit „DJ Lego“

 

Nach-Nirmes

* Do, 19. Juli

18:00 Uhr: Stiefeleintrinken

* Fr, 20. Juli

22:00 Uhr: Rockparty mit „Rockpirat“

* Sa, 21. Juli        

20:00 Uhr: Umzug mit den „Scherkondetaler Blasmusikanten“

21:00 Uhr: Kirmestanz mit „Huckepack“

1:00 Uhr; Kirmesbeerdigung

* So, 22. Juli

10:00 Uhr: Frühschoppen mir „Huckepack“

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