Niederroßla (HM) - Am Montag, 30. April, wird um 19.30 Uhr an der Wasserburg zu Niederroßla eine Tafel enthüllt. Sie informiert über die Burg und den höchsten Bergfried Deutschlands (57 Meter). Die Burg liegt direkt am Ilmtal-Radweg. Weil auch in diesem Falle Nichtstun verschenktes Potential wäre, will sich das als Elefantendorf (www.Kitzelbach.de) Niederroßla ab 2013 weiter zu einem sehenswerten Ort im Weimarer Land entwickeln.
Im Anschluss an die „Tafelung“ der Burg schwirren die kleinen Burggeister und auf Besen reitende Weiber durch die Walpurgisnacht und um das im Park an der Ilm (nahe der Wasserburg) lodernde Walpurgisfeuer. Für Speis und Trank ist gesorgt.
Nun geht es aktuell also um eine Tafel, die an der Wasserburg angebracht und für Informationen sorgen soll. 1384 wird Burchard Vitzthum, Herr zu Roßla, genannt und entstammt einer Nebenlinie der Apoldaer Vitzthume.
Auf der Wasserburg verweilte die Prinzessin Margarete von Sachsen (15) von 1485 bis 1487 mit ihrem 22-köpfigen Hofstaat und hinterließ detaillierte Aufzeichnungen. So konnte das Leben auf der Burg in jener Zeit aufbereitet werden.
Die Wasserburg war 1525 einzigartiger Zufluchtsort für die Nonnen des weithin bekannten und reichen Klosters Heusdorf. Der Konvent flüchtete nach dort, nachdem sie vor den Aufständischen im Bauernkrieg Mai 1525 gewarnt wurden. Daran wird sicher erst 2025 erinnert. Wenige Jahre zuvor, 2017, gilt hier dem 500. Reformationsjubiläum alle Aufmerksamkeit, denn die Nichte von Martin Luther wird auf einer Grabtafel in der Kirche verehrt.
Also insgesamt viel Interessantes, was die Niederroßlaer neben der Geschichte um Miss Baba (indische Elefantenkuh) weiter in den Blickpunkt der Touristen rücken wird.
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