Meiningen (tk) - „Wenn ihr hier ankommt...“ ist der hoffnungsvolle Titel einer Ausstellung, die das bedrückende Schicksal der jüdischen Familie um Hedwig und Otto Mosbacher aus Meiningen beleuchtet. Die neue Exposition ist Teil einer Gedenkreihe zur Deportation der Meininger Juden, die in der vergangenen Woche eröffnet wurde. Mit dieser will die Stadt noch bis in den Monat November hinein in unterschiedlichen Veranstaltungen an ihre jüdischen Bürger erinnern.
Am 09. Mai des Jahres 1942 war eine Gruppe von 41 Juden aus Meiningen in ein polnisches Ghetto nahe Lublin verschleppt worden. Unter den Deportierten befanden sich auch die Eheleute Hedwig und Otto Mosbacher. Ihre Tochter Eva war im Mai 1939 im Alter von zwölf Jahren über einen Kindertransport nach England und damit in Sicherheit gelangt und lebte dort fortan bei Pflegeeltern. Ihre Eltern hatten sich ein Jahr zuvor auf eine Einwanderungswarteliste für die USA setzen lassen, warteten jedoch bis zuletzt vergeblich auf eine positive Antwort. Der Briefwechsel zwischen Eltern und Tochter sowie zahlreiche Fotografien und zeitgenössische Dokumente zeichnen ein bedrückendes Bild vom Schicksal dieser jüdischen Familie.
Die Ausstellung ist bis einschließlich 03. Juli 2012 in der Wintergasse 8 in Meiningen zu sehen und montags bis freitags von 09.00 bis 16.00 Uhr öffentlich zugänglich. Führungen werden am kommenden Freitag, den 26. Mai 2012, am Samstag, den 09. Juni 2012 und am Samstag, den 03. Juli 2012 angeboten. Ab 09. Juli 2012 kann die Ausstellung dann im Meininger Landratsamt besucht werden.
Noch keine Kommentare vorhanden