Suhl (sg) - Mit dem Frühlingsanfang kommt auch die Zeitumstellung auf uns zu. Doch wie war das noch mal? Vor oder zurück? Gab es da nicht einen Spruch mit den Gartenmöbeln? Bekommen wir eine Stunde mehr? Oder wird uns eine Stunde abgezogen?
Jedes Jahr ist es wieder soweit, nein nicht Ostern, obwohl das auch jedes Jahr kommt. Die Uhrumstellung steht erst einmal bevor. Und jedes Mal fragen wir uns, wie rum es richtig ist. Im Frühling stellen wir die Gartenmöbel VOR das Haus, wie die Uhr. Sie wird um eine Stunde nach vorne gerückt. Im Hebst stellen wir die Gartenmöbel HINTER das Haus. Am 25. März ist es wieder soweit. Die Uhren wandern von 02.00 Uhr nachts auf 03.00 Uhr vor.
Benjamin Franklin und „die Kosten des Lichtes“
Spätestens seit dem Film „Das Vermächtnis der Tempelritter“ mit Nicholas Cage wissen die Tempelritterfans, dass Benjamin Franklin nicht ganz unschuldig an dem „Stundenklau“ ist. 1784 schrieb er einen Brief an eine Pariser Zeitschrift, hier erwähnte er den hohen Kerzenverbrauch und damit die „Kosten des Lichtes“. Man geht davon aus, dass der Vorschlag nicht ganz ernst gemeint war, denn der humorvolle Charakter des Briefes ließ keinen anderen Schluss zu. Viel mehr geht man davon aus, dass er die verschiedenen Ortszeiten meinte. Innerhalb eines Staates hatten einzelne Städte eine eigene Ortszeit. Erst im Deutschen Reich 1893 wurde die einheitliche Zeitzone eingeführt. Danach war an eine Zeitumstellung innerhalb des Jahres zu denken. Am 30. April 1916 wurde in Deutschland, Österreich- Ungarn und in Irland die Zeitumstellung eingeführt. In Irland heiß die Sommerzeit: „Daylight Saving Time“, also „Tageslicht sparende Zeit“. Und genau das sollte es sein. Die unterschiedlichen Sommerzeitregelungen wurden in der Europäischen Union 1975 vereinheitlicht. Für alle EU- Mitgliedsstaaten gilt seitdem diese Regelung. Also alle Uhren im Haus am 25. März umstellen, eine Stunde vor und die Gartenmöbel auch nicht vergessen.
Noch keine Kommentare vorhanden