Bad Blankenburg - Ganze 10 Minuten mussten die zahlreich erschienen HSV Fans am Sonntagabend auf das erste Tor ihrer Mannschaft warten, der HSV agierte bis dahin ideenlos und unglücklich in der Offensive aber immerhin stabil in der Abwehr.
Die Gäste aus Freiberg fanden indes über ihren Linksaußen Uwe Lange (9/1) ab und zu die Lücke in der offensiven 6:0 HSV Deckung und gingen in der 15 Minute mit 5:1 in Führung. Den zweiten Treffer der Gastgeber setzte der gerade eingewechselte Vitalis Tautvaisas erst in der 16. Minute; und als Igor Ardan und Radeck Miler im Nachgang sich ebenfalls in die Torschützenliste eintrugen und zum 4:5 verkürzten, hatten die Zuschauer das Gefühl, dass die Heimmannschaft nun in das Spiel findet. Aber manchmal läuft dann eben doch gar nichts zusammen. Donatas Puikis gelang es nicht, den gesundheitlich angeschlagenen Radeck Miler im Offensivbereich zu ersetzen, Paul Weyhrauch, der das HSV Spiel gut führte aber ebenso wie Vitalis Tautvaisas einen rabenschwarzen Tag im Abschluss hatte, und ein kraftlos agierender HSV Kapitän Igor Ardan, der die gesamte letzte Woche wegen einer Nagelbettentzündung nicht trainieren konnte - all das, und mehr, waren die Zutaten für den 8:14 Halbzeitstand, der nach 30 Minuten auf der Anzeigetafel leuchtete. Der zweite Durchgang begann, wie der erste endete, der HSV vergab reihenweise die Chancen im Angriff und die Gäste aus Freiberg wussten dies clever zu nutzen. Auch begann die HSG in der zweiten Halbzeit, ihr erfolgreiches Tempospiel aufzuziehen, was sie in den ersten 30 Minuten noch vermissen ließen. Den Torhütern des HSV, welche mehrere 100-prozentige Chancen der Gäste vereitelten, ist es zu verdanken, dass sich das Debakel nicht schon früher offenbarte. Der an einer Mandelentzündung erkrankte Eric Sindermann griff dann doch ab Minute 36 in das Spiel ein und setzte deutliche Akzente. So traf der gebürtige Berliner viermal vom Siebenmeterpunkt und setzte sich zweimal sehenswert gegen die HSG Abwehr durch. In der 52. Minute schöpften die HSV Fans nochmals Hoffnung, als es eben Sindermann war, der einen 7-Meter zum 20:24 verwandelte, im Gegenzug Felix Herholc eine seiner zahlreichen Paraden zeigte und somit dem HSV die Möglichkeit eröffnete, den Rückstand auf drei Tore zu verkürzen. Abermals war es der an diesem Nachmittag glücklos agierende Vitalis Tautvaisas, der von Rechtsaußen am starken HSG-Torwart scheiterte. In Folge bauten die Gäste ihren Vorsprung wieder auf sechs Tore aus und nahmen diesen auch bis zum Endstand von 22:28 über die Zeit mit.
Noch keine Kommentare vorhanden