Erfurt (Schülerredakteur Janne König) - Der Tabletop-Club Erfurt präsentiert sich auf der Kinder-Kult Messe im wahrsten Sinne des Wortes kämpferisch. Die interessierten Jungen und Mädchen bekommen den Vorgang eines Tabletop-Spieles erklärt und dürfen sich im Spielen und bemalen von Figuren probieren.
Die Tabletop-Spiele stammen von den englischen Wargams, die wiederum von den historischen Offiziersspielen abstammen. Ein Tabletopspieler übt sich in drei Bereichen: im zusammen basteln der Figuren, dem Bemalen derselben und in verschiedenen Strategiespielen. Es gibt Tabletop-Spiele bei denen der Feldherr eine Flotte in die Schlacht fährt oder mit fantastischen Wesen um die Herrschaft in fremden Welten kämpft. Das mit Abstand bekannteste Tabletop-Spiel ist „Warhammer 40.000“, das von der größten Tabletop-Firma, Games Workshop, herausgegeben wird. Auf einem selbst gestalteten Spielfeld beginnt, nach der Auswahl der Armee, die Schlacht um Ruhm und Reichtum. Man bewegt und manövriert seine Einheiten über das angelegte Gelände und würfelt, um Zauber zu wirken und Schaden zu verteilen. Jeder Feldherr kämpft mit einem begrenzten Einheitenkontingent und hofft in einer bestimmten Rundenanzahl möglichst viele Gegner zu besiegen. Außer „Warhammer 40.000“ gibt es noch „Warhammer Fantasy“, „infinity“, „uncharted“ und das neuste Produkt der Szene „Super Dungeon Explore“. Neben der Werbung und dem Aufzeigen möglicher Freizeitbeschäftigungen, geht es den Erfurtern darum, die Akzeptanz für ihr Hobby zu erhöhen. „Viele werden schief angesehen, weil sie als Erwachsene Männer mit kleinen Figuren spielen und in ihrem Hobby aufgehen“, berichtet einer der Standbetreuer. Tatsächlich ist das ganze viel mehr als das. Neben handwerklichem Geschick, braucht man die Fähigkeit logisch zu denken und einen guten Überblick über taktische Vorgehensweisen. Und so ist Table-Top als anspruchsvolles und zeiteinnehmendes Hobby zu betrachten. Einer der größten Vorteile besteht darin, dass man sich in eine Welt oder Geschichte vertiefen kann, ohne den ganzen Tag vor Fernseher oder Computer zu sitzen und den Bildschirm anzustarren. Am Stand auf der Messe haben sich schon viele kleine und große Besucher in Testspielen an den Profis die Zähne ausgebissen. Vielleicht bekommen sie bald stärkere Gegner vorgesetzt. Der Spaß eines solchen Spieles macht den Vorbereitungsaufwand mühelos wett. Viel Spaß an einem Stand mit Magie und Mut. Möge der bessere gewinnen!
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