Weimar (csh/haw) - Zum 16. Mal fand die „Radtour für Menschenrechte“ von Amnesty International statt. Das weltweite Motto 2012: „Hände hoch für Waffenkontrolle“, auf das aufmerksam gemacht und für das Unterschriften gesammelt wurde. In Thüringen stoppte die internationale Gruppe in Bad Sulza, Apolda, Weimar und Erfurt.
„Hände hoch für Waffenkontrolle“ ist die Parole, die als Chor der Nationalitäten erklang. Südafrika, den Philippinen, China, Australien Afghanistan, Großbritannien, Spanien, dem Kosovo und Deutschland waren mit dabei.
© Foto: cshFahrräder stehen bereit zur Weiterfahrt. Musik von den „Beatles“, „Christina Aguilera“ und „Tokio Hotel“ ertönt aus dem Lautsprecher. Passanten laufen vorbei und schauen nach den in Gelb gekleideten Radfahrern, mit der Aufschrift „Amnesty International“. Das Mikrofon wird in die Hand genommen. Berichtet wird über den florierenden Waffenhandel. Ein Aufruf von Jochen Dreetz zur erforderlichen Waffenkontrolle lässt die neugierig gewordenen Passanten stoppen - und unterschreiben.
Bei der Tour von Sachsen-Anhalt nach Thüringen sind über 30 Unterstützer der Kampagne „Hände hoch für Waffenkontrolle“ mitgefahren. Einige von ihnen haben sich spontan entschieden. Die Gruppe war sehr gemischt. Die Altersspanne von 11 bis 69 Jahren zeigt, dass die Themen von Amnesty International die öffentliche Aufmerksamkeit haben. Viele Nationalitäten sind mitgefahren: Südafrika, den Philippinen, China, Australien Afghanistan, Großbritannien, Spanien, dem Kosovo und Deutschland sowie Vertreter von Amnesty International Köln, Berlin, Hamburg, Bad Honnef, Stuttgart, Sachsen-Anhalt, Jena, Würzburg und Naumburg.
Der Name der Fahrradfelge „559x54mm - Full Aluminium Jacket“ erinnert an den einer Waffe. Eine Waffe für die es einen Vertrag, für strengere Kontrollen seitens der UNO, als weltweites Abkommen geben sollte. Für schärfere und festgelegte Kontrollen bei allen Waffenlieferungen, dazu zählt auch Munition, setzen sich weltweit Menschen ein. Es werden zwingend Regeln für den Waffenhandel von Amnesty International gefordert und dafür sammeln sie Unterschriften:
- strenge Kontrolle des Waffenhandels und bei jeder Waffenlieferung
- Keine Waffenlieferungen, wenn damit schwere Verletzungen der Menschenrechte und des humanitären Völkerrechts begangen werden können
- konsequenten Strafen bei Verstößen und die vollständige Erfassung aller konventionellen Rüstungsgüter
Viele Thüringer haben ihre Unterschrift gegeben. Täglich hört oder liest man die aktuellen Berichte, in denen Waffen verkauft als auch angewendet werden.
Man muss nicht lange suchen, um auch mitten in Deutschland kritikwürdigen Waffenhandeln zu entdecken. So z.B. die Lieferung von deutschen U-Booten an Atommacht Israel. Diese sind so konstruiert, dass sie mit Raketen ausgerüstet werden können, die atomare Sprengköpfe ins iranische Ziel bringen sollen. Oder siehe Syrien: Die Aufständischen werden massiv von der Türkei und Katar mit Waffen und Munition unterstützt. Beispiele ließen sich noch viele finden. Und das alles im Namen der Freiheit?
„Hände hoch für Waffenkontrolle“ – mehr Informationen unter www.amnesty.de/haendehoch
Anmerkung der Redaktion: Im Video ist es zu einem gravierenden Versprecher gekommen. Der Bezirksleiter Sachsens - Christian Otto - meint selbstverständlich, dass Amnesty International für die Abschaffung der Todesstrafe ist und nicht für die Todesstrafe.
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