Apolda (HM) – Schon einige Wochen vor dem traditionellen Apoldaer Born- bzw. Brunnenfest kamen Organisatoren und Mitwirkende zusammen. Längst ist es das Fest ein fester Termin im Kalender geworden und zieht viele Gäste aus der näheren und weiteren Umgebung in die Glocken- und Brunnenstadt. Dieses Jahr wird am 4. und 5. Mai gefeiert. Das Bornfest entstand auf Initiative des Apoldaer Brunnen-Vereins, der seit 1993 besteht. Zu diesem Fest werden alle Brunnen in der Stadt und die Bonifatiusquelle in der Schötener Promenade von Kindern verschiedener Kindertagesstätten und Schulen mit Blumen, Schleifen und frischem Grün geschmückt.
Das Bornfest entstand auf Initiative des Apoldaer Brunnen-Vereins. Zu diesem Fest werden alle Brunnen in der Stadt und die Bonifatiusquelle in der Schötener Promenade von Kindern verschiedener Kindertagesstätten und Schulen mit Blumen, Schleifen und frischem Grün geschmückt. Auch die Blumenkinder der Initiative „Apolda blüht auf“ werden wieder am 4. und 5. Mai zum aktuellen Fest dabei sein. Seit 1998 wird ein Brunnenmeister gekürt. Wer es in diesem Jahr wird, ist (noch) Geheime Verschluss-Sache.
© Foto: hmDer Brunnen-Verein ist als gemeinnütziger Verein anerkannt und erhielt 1998 den Heimatpflegepreis des Kreises Weimarer Land für seine Verdienste bei der Wiederherstellung und Erhaltung von historischen Brunnen und Quellen.
In der Stadt Apolda gibt es acht Laufbrunnen. Diese werden aus umliegenden Quellen gespeist. Es existieren aber noch weitere Brunnen, die mit Pumpen betrieben werden. Auch in den Ortsteilen sind, teils auf Initiative des Vereins, neue Brunnen entstanden.
Seit 1998 wird in Apolda anlässlich des Bornfestes ein Brunnenmeister gekürt. Er ist für ein Jahr „Herr über alle Brunnen“ der Stadt Apolda. Damit wurde eine alte Tradition wieder ins Leben gerufen. Während seiner Amtszeit spendet und pflanzt der jeweilige Brunnenmeister einen Baum in der Ringpromenade.
Brunnige Geschichte
„Am Bürgerbrunnen kann die Geschichte der Stadt – vom Glockenguss über den Dobermann-Pinscher bis zur Brauerei – gut und anschaulich erläutert werden. Der Begründer der Stricker-Tradition im Jahre 1593 (Nachweis Erbzinsregister Dietrich von Vitzthum), David, der Strickermann, war bisher zu wenig wirkungsvoll in den Blick gerückt“, weiß Gerd Köhler, der dem Apoldaer Brunnen-Verein vorsteht. Das ändert sich gründlich und wird in naher Zukunft zum Stadtbild gehören – das Brunnenensemble am Schulplatz.
Das Geheimnis um den neuen Brunnenmeister bleibt aber Geheime Verschluss-Sache. Jedes Nachfragen bringt nur ein Achselzucken. So bleibt das Warten bis zum Fest. Die Spannung erhöht sich von Tag zu Tag…
Blumige Vorschau
Das 18. Bornfest wirft seine blumigen Schatten voraus, so Gerd Köhler. Hat der Brunnen-Verein die Sonne gepachtet? Mit von der Partie wird nämlich der Verein „Apolda blüht auf“ sein. Natürlich präsentieren sich Gärtner und Blumenhändler. Vielleicht zeigen sich schon tausende Spitzen der Samen, die zum Faschingsumzug im Februar verteilt wurden. Für eine blühende, farbenprächtige Stadt.
Ganz heiß auf „ihre“ Paten-Brunnen sind auch die Kindereinrichtungen der Stadt. Sie wollen und werden den „Fließgewässern“ ein Festkleid anlegen. KiTas und Schulen haben Zusagen und Begeisterung signalisiert. In der Zeit vom 4. und 5. Mai wird das Traditionsfest wieder einige Hundert Gäste anlocken, hofft auch Gert Drewniok, der die Organisation inne hat.
Klingende Eröffnung
Der amtierende Brunnenmeister Otto Ritzel, Geschäftsführer der Stiftung Carolinenheim, wird mit Schärpe antreten, die Laudatio für den Nachfolger halten und etwas Traurigkeit empfinden. Die Amtszeit mit Repräsentation, der ständigen Sorge um sauberes Wasser für die Stadt und des Baumpflanzens in der Allee der Brunnenmeister neigt sich damit dem Ende zu.
Bereits am Freitagabend (4. Mai) startet der Lampionumzug zur Bonifatiusquelle. Dieser uralte Born mit einer sagenhaften Geschichte wird von den Kindern der Tagesstätte „Grönlandsonne“ festlich mit den Symbolen des Frühlings geschmückt. Zeitgleich (16.30 Uhr) sorgen sich die „Moorentaler Spatzen“ um den geschmückten Brunnen im Ort.
Der Höhepunkt des 18. Bornfestes wird sich am Sonnabend, 5. Mai, auf dem Apoldaer Marktplatz abspielen. Im wahrsten Sinne des Wortes. Den Start geben um 8.45 Uhr das Glockenspiel am Brauhof und anschließend der Glockenschlag am Apoldaer Rathaus.
Aus dem Programm
Das Bornfestprogramm beginnt gegen 10.00 Uhr. Dann haben die Kinder die Brunnen geschmückt. Ein Formel-I-Simulator, ein Flohmarkt und der Überschlagsimulator des ADAC in Zusammenarbeit mit der Firma AMP Promotions sowie das Seegway-Team der Fam. Laube werden als Rahmenprogramm zusätzlich zum Stauen und Mitmachen einladen.
Dann erfolgt das symbolische Fegen des Marktbrunnens durch das 3. Brunnenkind 2012.
Nach der Fruchtbarkeitsrede des Bürgermeisters wird die Ernennung des neuen Brunnenmeisters 2012/13 stattfinden.
Eine Bühne ist regionalen Tanzgruppen vorbehalten.
Verlorener Brunnen?
Der Apoldaer Brunnen-Verein e.V. wünscht sich, dass der Brunnenschmuck an den 12 Brunnen (Stadt und Ortsteile) auch noch Tage nach dem Fest ein frühlingshaftes Flair in Apolda verbreitet. Den Einwohnern und den vielen Gästen zur Freude.
Durch die Baumaßnahmen in der Bahnhofstraße wird es keinen Brückenbornbrunnen mehr geben. (Vielleicht heißt dieser später nach dem neuen Standort „Brunnen an Peters Karree“?) Die Brückenborn-Kinder schmücken dafür eine Brunnen-Krone auf dem Markt.
Für diese Bereitschaft ist jetzt schon zu danken, auch allen Beteiligten, die sich im Vorfeld um alles kümmern und organisieren. Dank auch an den ehemaligen Brunnenmeister und Inhaber des Eiscafés „La Gondola“, der die mitwirkenden Kinder mit einem Eis belohnt. Willkommen in der blühenden Stadt Apolda mit 10 sprudelnden Brunnen im farbigen Schmuckkleid.
Patenschaften
Hier eine Übersicht, wer Patenschaften übernommen hat für die Apoldaer Brunnen:
* Brunnen Schötener Grund – Grundschule Am Schötener Grund
* Brunnen am Markt – Grundschule Pestalozzi
* Brunnen am Brückenborn – Kindertagesstätten Friedrich Fröbel und Die kleinen Strolche
* Brunnen am Heidenberg – Grundschule Werner Seelenbinder und KiTa Nordknirpse
* Brunnen an Jenaer Straße – KiTa Zwergenland
* Schlossquelle – KiTa Lilo Herrmann
* Katharina-Brunnen – KiTa Mozartweg
* Bürgerbrunnen am Brauhof – Kinderheim „An der alten Glockengießerei“
* Brunnen Herressen/Sulzbach
* Brunnen Oberroßla
* Brunnen Rödigsdorf
* Brunnen/Quelle Schöten
Brunnenmeister
Hier nun die bisherigen Brunnenmeister (Berufs- und Funktionsbezeichnungen beziehen sich auf die jeweilige Amtszeit):
• 1998/99 - Paul Richter, 1. Beigeordneter / Baudezernent
• 1999/00 - Michael Müller, Bürgermeister der Stadt Apolda
• 2000/01 - Christine Lieberknecht, Präsidentin des Thüringer Landtages
• 2001/02 - Karla Rau, Unternehmerin
• 2002/03 - Stefan Grosch, Sparkasse Weimar/ Apolda
• 2003/04 - Klaus Hörisch, Unternehmer
• 2004/05 - Günter Ramthor, Geschäftsführer der Vereinsbrauerei Apolda
• 2005/06 - Luca Danieli, Unternehmer
• 2006/07 - Sandra Küther, Geschäftsführerin Energieversorgung Apolda
• 2007/08 - Ernst Fauer, Chronist und profunder Kenner der Apoldaer Glockengeschichte
• 2008/09 - Annegret Meyer, Geschäftsstellenleiterin VR Bank Apolda
• 2009/10 - Elisabeth Onißeit, Ausnahmesportlerin im Radsport
• 2010/11 - Gerald Rosner, Geschäftsführer strickchic
• 2011/12 - Otto Ritzel, Geschäftsführer Stiftung Carolinenheim
Noch keine Kommentare vorhanden