Tor mit Inschrift "Jedem das Seine" Symbol des Grauens

Lagertor des ehemaligen KZ Buchenwald wird restauriert

Weimar (AFP) - Fast sieben Jahrzehnte nach Kriegsende wird das Lagertor des ehemaligen Konzentrationslagers Buchenwald erstmals restauriert. Im März sollen die Arbeiten abgeschlossen sein, wie die Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora mitteilte. Bis dahin ersetzt eine Kopie das aus dem Jahr 1938 stammende Originaltor mit der Inschrift "Jedem das Seine", das Häftlinge entwerfen und schmieden mussten. Die Stiftung zählt das Lagertor von Buchenwald zu "den wichtigsten Zeugnissen nationalsozialistischer Verbrechen".

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Im März soll die Restaurierung abgeschlossen sein.

© Foto: AFP

Buchenwald gehörte zu den größten Konzentrationslagern auf deutschem Boden. Zwischen 1937 und 1945 wurden in dem Lager in Thüringen und in seinen 136 Außenlagern rund 250.000 Menschen aus ganz Europa gefangen gehalten, von denen schätzungsweise 56.000 starben. Sie verhungerten, mussten sich zu Tode arbeiten, starben bei medizinischen Experimenten oder wurden hingerichtet.

Zu den Überlebenden des KZ-Buchenwald gehörten unter anderem die Nobelpreisträger Elie Wiesel und Imre Kertész und der spanische Schriftsteller Jorge Semprún.

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